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Zwei Sieger beim Weltcup

11.02.2017

Skispringer Wellinger in Sapporo Vierter

Skispringer Andreas Wellinger in Aktion.
Bild: Arne Dedert (dpa)

Andreas Wellinger hat einen weiteren Podestplatz verpasst, seine WM-Form aber erneut bestätigt. Bei der im Skispringen herrschenden Leistungsdichte wurde ein Fehler sofort bestraft.

Auf der windanfälligen Schanze von Sapporo hat Skispringer Andreas Wellinger einen weiteren Podestplatz aus der Hand gegeben.

Der Bayer musste sich mit Platz vier begnügen, nachdem es bei Halbzeit nach einem Podestrang ausgesehen hatte. Da lag Wellinger auf Rang zwei hinter dem Polen Maciej Kot. Der ließ sich von ganz vorn nicht mehr verdrängen, auch wenn er sich den Sieg mit dem Slowenen Peter Prevc teilen musste. Beide erhielten 260,2 Zähler. Dritter wurde der Österreicher Stefan Kraft.

Wellinger wusste bereits bei der Landung, dass es wohl nicht mehr für einen Top-Drei-Rang reichen würde. 130 Meter waren zu wenig. Bei wechselnden Windbedingungen hatte er am Schanzentisch Seitenwind bekommen. Es folgte eine unruhige Flugphase, wobei er noch das Beste aus dem Sprung machte. Doch bei der Ausgeglichenheit der besten Springer machten sich die fehlenden Meter, verbunden mit schlechteren Haltungsnoten, bemerkbar. Für die WM muss man sich aber keine Sorgen machen, denn die Form stimmt.

Skispringer Wellinger in Sapporo Vierter

Das zeigte der erste Versuch, bei dem alles noch stimmte. Wellinger schaffte mit 139 Metern nach Prevc, der 143 Meter weit flog, die größte Weite. Die Fortsetzung seiner Erfolgsserie - bei den vergangenen sechs Wettbewerben stand er fünfmal auf dem Podest - schien greifbar. Auch der Sieg bei 3,1 Punkten Rückstand auf Kot war nicht ausgeschlossen.

Doch die schlechteren Bedingungen und die daraus resultierenden Fehler vermasselten Wellinger das Ergebnis. Und nicht nur ihm. Markus Eisenbichlers Angriffsversuch von Rang fünf kommend verpuffte ebenso wie der von Richard Freitag. Der Sachse war Achter vor dem Finale, fiel dann aber auf Platz elf zurück. Eisenbichler musste wenigstens nur einen Platz hergeben.

Dagegen freute sich Karl Geiger. An seinem 24. Geburtstag war er im ersten Versuch lediglich auf Platz 24 gelandet. Im Finale aber gelang ihm ein sehenswerter Flug, womit er sich auf Rang 13 nach vorn schob und nun beste Aussichten haben dürfte, mit ins deutsche WM-Aufgebot für die WM in Lahti zu rutschen.

Auf dem Siegerpodest gab es gleich zwei Premieren. Überhaupt zum ersten Mal siegte Kot. Nachdem er den Sommer-Grand-Prix dominiert hatte, zeigte er seine Klasse nun auch im Winter. Peter Prevc meldete sich mit beeindruckenden Leistungen vom ersten Training an ganz vorn zurück. Es war sein erster Erfolg in dieser Saison und erst sein zweiter Podestplatz. Weltcup-Spitzenreiter Kamil Stoch aus Polen dagegen wurde in Sapporo nur 18. (dpa)

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