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NFL-Profi

18.12.2020

St. Brown: Rodgers wirft den Ball nur, wenn er dir vertraut

«Der Super Bowl ist jedes Jahr unser Ziel. Wir sind noch nicht fertig. Wir sind sehr gut. Wenn wir nicht gewinnen, ist das eine Enttäuschung», sagt NFL-Spieler Equanimeous St. Brown.
Bild: Evan Siegle/Green Bay Packers/dpa

Ganz so gut wie für sein Team, die Green Bay Packers, läuft es für Equanimeous St. Brown in dieser NFL-Saison noch nicht. Das Knie macht Probleme, einige Spiele verpasst der Sohn einer deutschen Mutter und eines amerikanischem Vaters. Der erste Touchdown? Längst überfällig.

Football-Profi Equanimeous St. Brown sitzt in einem Saal auf dem Trainingsgelände der Green Bay Packers und erzählt von seinem dritten Jahr in der NFL.

Auf den Sesseln prangt überall das Logo seines Teams, für den 24-Jährigen mit deutscher Mutter und amerikanischem Vater ist das inzwischen Normalität. Auf den ersten Touchdown wartet er zwar noch - Quarterback-Superstar Aaron Rodgers vertraue ihm aber trotzdem, sagt er im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Wie zufrieden sind Sie mit der Saison bislang?

Equanimeous St. Brown: Seit es meinem Knie besser geht, fühle ich mich auch besser und kann wieder spielen. Ich hatte mir schon mehr vorgenommen und habe gehofft, dass ich bessere Statistiken habe und nicht so viele Spiele verpasse. Aber ich kann nichts dafür, ich war verletzt.

Dürfen Sie sagen, was mit dem Knie genau ist?

St. Brown: Nein, das darf ich nicht.

Für die Green Bay Packers läuft es bislang sehr gut. Ist das Team einer der Kandidaten für den Super Bowl?

St. Brown: Ja, wir haben die NFC North gewonnen. Wenn wir die nächsten drei Spiele gewinnen, haben wir auch den ersten Platz in der Setzliste sicher und haben Heimvorteil. Der Super Bowl ist jedes Jahr unser Ziel. Wir sind noch nicht fertig. Wir sind sehr gut. Wenn wir nicht gewinnen, ist das eine Enttäuschung.

Das ist Ihre dritte Saison in der NFL, die zweite haben Sie verletzt verpasst. Sie warten noch auf den ersten Touchdown. Was fehlt noch?

St. Brown: Ich weiß nicht, warum ich noch keinen Touchdown habe. Dieses Jahr habe ich nicht so viel gespielt wegen der Verletzungen. Ich bekomme in der Redzone den Ball nicht so oft. Aber hoffentlich passiert es bald, davon träume ich. Ich möchte das wirklich unbedingt. Zuerst muss man aber gewinnen, das ist das Wichtigste. Gewinnen, dann der Touchdown.

Wie ist der Austausch mit Quarterback Aaron Rodgers, wie oft reden sie miteinander?

St. Brown: Ziemlich gut. Nicht so sehr außerhalb des Trainingsgeländes. Aber dort reden wir immer über Football. Er hat manchmal Tipps für mich, manchmal habe ich Fragen, was er als Quarterback möchte. Das ist gut, wir sprechen.

Haben Sie das Gefühl, dass er Ihnen vertraut als Anspielstation?

St. Brown: Ja, das Gefühl hatte ich schon im ersten Jahr. Er wirft dir nur den Ball zu, wenn er dir vertraut. Er hat einen sehr großen Einfluss darauf, wer spielt, und ich glaube, er vertraut mir.

Wer ist im Team der Ansprechpartner und das Vorbild für Sie?

St. Brown: Davante Adams. Er ist meiner Meinung nach der beste Receiver in der Liga - und auch mein Freund. Er ist sehr gut. Die meisten sehen nicht, was er im Training macht, sondern nur das, was er in einem Spiel zeigt. Aber er macht das jeden Tag, in jedem Training. Das ist sehr beeindruckend und ich versuche, viel von ihm zu lernen. Er ist einfach anders.

Wie sicher fühlen Sie sich dabei, während der Corona-Pandemie Football zu spielen?

St. Brown: Ich fühle mich sicher. Zuerst habe ich nicht gewusst, ob wir eine Saison haben werden, das war schlimm in der Offseason. Ich bin einfach zufrieden, dass wir spielen können. Die NFL macht einen guten Job, damit wir in Sicherheit sind und testet uns jeden Tag. Damit bin ich sehr zufrieden.

Hoffen Sie, dass es für die Playoffs Blasen geben wird für noch mehr Schutz?

St. Brown: Nein, wir haben hoffentlich Heimvorteil. Ich weiß nicht genau, wie eine Blase funktionieren würde, aber es wäre bestimmt in Los Angeles oder so. Ich hoffe aber, dazu kommt es nicht und wir behalten unseren Heimvorteil, weil es hier so kalt ist. Das wird schwer für die Teams, die nur die Wärme gewohnt sind.

ZUR PERSON: Equanimeous St. Brown (24) ist der älteste von drei Brüdern, die alle Football spielen. Mutter Miriam kommt aus der Nähe von Leverkusen, Vater John ist ein ehemaliger Bodybuilder. St. Brown ist in Kalifornien aufgewachsen und spricht fließend Deutsch.

© dpa-infocom, dpa:201218-99-738174/3 (dpa)

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NFL-Profil Equanimeous St. Brown

St. Brown bei den Packers

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