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Coronavirus-Pandemie

23.03.2020

Tennisprofi Struff für Verschiebung der Olympischen Spiele

Jan-Lennard Struff plädiert für eine Verschiebung der Olympischen Spiele.
Bild: Federico Gambarini/dpa

Tennisprofi Jan-Lennard Struff hat sich aufgrund der Coronavirus-Pandemie für eine Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio ausgesprochen.

"Zum jetzigen Zeitpunkt finde ich es nicht gewährleistet, dass es sicher ist", sagte der 29-jährige Sauerländer bei Sky.

Der Davis-Cup-Spieler hält es auch für "denkbar", den Start bei den vom 24. Juli bis zum 9. August geplanten Olympischen Spielen nach dem Beispiel von Säbelfechter und Athleten-Aktivist Max Hartung für sich selbst auszuschließen. "Es wäre natürlich sehr schade, weil es ein Riesentraum ist", sagte Struff. "Aber man muss zu solchen Mitteln vielleicht greifen, weil dann eine Verlegung vielleicht noch mal mehr in Betracht gezogen wird."

Auch Tennisspielerin Andrea Petkovic (32) sprach sich aufgrund der Coronavirus-Pandemie für eine Verschiebung der Olympischen Spiele aus. "Ich sehe nicht, dass da jetzt Millionen von Menschen hinstürmen und sich auf kleinstem und engstem Raum zusammengepfercht Sport angucken", sagte die Weltranglisten-87. im einem Jung&Live-Podcast.

Tennisprofi Struff für Verschiebung der Olympischen Spiele

Für die Fed Cup-Spielerin sei es zudem "unfair", dass nicht alle Athleten dieselben Trainingsmöglichkeiten in der Vorbereitungszeit hätten. "Es gibt ja noch ganz viele andere Länder, wo die Sportler noch vielleicht in Hallen können oder private Einrichtungen für sie öffnen. Und hier ist wirklich alles abgeriegelt", sagte sie.

Struff stellt sich auf eine noch längere Saisonpause als die bisher vorgesehene Unterbrechung bis Anfang Juni ein. Er bezweifle aufgrund der Coronavirus-Pandemie "stark", dass die Rasen-Saison wie geplant stattfinden kann, sagte er. "Ich kann es mir vom jetzigen Stand nicht vorstellen, dass es bald weitergehen soll, das ist für mich nicht realistisch." Die Rasen-Saison beginnt am 8. Juni auch mit dem Turnier in Stuttgart. Höhepunkt des Saisonabschnitts ist Wimbledon vom 29. Juni bis 12. Juli.

Derzeit hat auch der Weltranglisten-34. Struff keine Ausnahmegenehmigung, um Tennis zu spielen. "Ich finde, dass wir keine Extrawurst bekommen sollten", sagte der Warsteiner. "Selbst wenn man beim Tennis ein bisschen Abstand zu seinem Trainingspartner hat, man berührt immer noch die gleichen Bälle. Man könnte überlegen mit einer Ballmaschine was zu machen, aber momentan sieht es nicht danach aus."

Struff rechnet damit, dass Profis "jenseits der Top 100", aufgrund der langen Saison-Unterbrechung finanzielle Probleme kommen. "Genauso wie überall anders momentan gehen da Existenzen kaputt", sagte er. (dpa)

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