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Fußball

09.05.2012

Vom Augsburg-Macher zum Funktionär: Rettig zur DFL

Andreas Rettig wird in der DFL Nachfolger von Holger Hieronymus. Foto: Jonas Güttler dpa

Die Deutsche Fußball Liga holt einen alten Bekannten zurück: Augsburgs scheidender Manager Andreas Rettig wechselt zum 1. Januar 2013 als Geschäftsführer zur DFL und wird dort Nachfolger von Holger Hieronymus. Er bekommt einen Vertrag bis Ende 2015, wie die DFL mitteilte.

Eine große Überraschung ist die Entscheidung nicht. Rettig saß schon zwischen 2000 und 2010 mit einer kleinen Unterbrechung im Ligavorstand und war unter anderem für die Nachwuchs-Leistungszentren der Bundesligisten zuständig. Der 49-Jährige gilt nicht nur als anerkannter Fachmann, der im deutschen Ligafußball viel bewegt hat - er hat auch engen Kontakt zu DFL-Chef Christian Seifert. An der Seite des Vorsitzenden der Geschäftsführung wird Rettig nach 25 Jahren im Vereinsfußball künftig arbeiten und für den Bereich Spielbetrieb und Lizenzierung zuständig sein.

"Wir haben den Wunschkandidaten für diese Schlüsselposition gefunden", lobte Liga-Präsident Reinhard Rauball den Neuzugang. "Als langjähriger Club-Manager verfügt Andreas Rettig nicht nur über große Erfahrungen im Tagesgeschäft der Bundesliga und 2. Bundesliga." Impulse habe er gerade auch mit seiner Arbeit im Ligavorstand zu Talentförderung oder Gewaltprävention gesetzt.

Für den Rheinländer Rettig, der den FC Augsburg als Manager bis in die 1. Liga geführt und unter anderem Aufstiegstrainer Jos Luhukay verpflichtet hatte, dürften vor allem private Gründe für den Wechsel nach Frankfurt sprechen. "Die Entfernung von unserem Lebensmittelpunkt Köln zum neuen Arbeitsplatz wird deutlich kürzer sein als bisher", hatte der 49-Jährige vor Bekanntgabe des Wechsels der "Augsburger Allgemeinen" gesagt. Gut eine Stunde fährt der ICE von Köln nach Frankfurt - nach Augsburg braucht er viermal so lang.

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Nach sechs Jahren beim FCA hinterlässt Rettig, der zuvor auch bei Bayer Leverkusen, dem SC Freiburg und dem 1. FC Köln die Fäden in der Hand hatte, eine nicht nur sportlich beeindruckende Bilanz: Heute hat der Verein mit mehr als 10 000 Mitgliedern fast zehnmal so viele wie im Sommer 2006 und verkaufte für die abgeschlossene Saison mit 18 000 Dauerkarten rund sechsmal so viele Tickets wie damals. Der Zuschauerschnitt verdoppelte sich - auch durch den Bau des neuen Stadions - beinahe auf 30 200.

"Nach rund 25 Jahren im Vereinsfußball freue ich mich, künftig im Liga-Management meinen Beitrag für eine weiterhin erfolgreiche Bundesliga leisten zu können", erklärte Rettig. Sein Vorgänger Holger Hieronymus hatte bereits im März angekündigt, seinen im Sommer 2013 auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Im Frühjahr 2010 hatte der ehemalige Nationalspieler einen Schlaganfall erlitten. (dpa)

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