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Benefiz-Spiel

20.05.2020

Wenn Footballer Golf spielen: Hoffnungsschimmer für PGA

Football-Star Tom Brady wird für den guten Zweck golfen.
Bild: Gary Landers/AP/dpa

Woods, Mickelson, Manning, Brady. Zwei berühmte Golf-Profis, zwei berühmte Footballer. Ein ungewohnter Mix für ein Benefiz-Spiel, das nicht nur viel Geld in der Corona-Krise sammeln, sondern auch Golf-Fans ihrem Lieblingssport wieder näher bringen soll.

Wenn Golf-Fans sich auf den Abschlag eines Football-Spielers freuen, dann sind die Dinge nicht normal.

Denn bei allem grundsätzlichen Talent der beiden Quarterback-Stars Tom Brady und Peyton Manning - das Niveau ihrer Teamkollegen Tiger Woods und Phil Mickelson oder anderer Spitzengolfer haben die beiden Sport-Promis selbstverständlich nicht. Trotzdem ist das Show-Match für den guten Zweck am Sonntag ein Hoffnungsschimmer für die Anhänger der Sportart, die wie so viele andere Disziplinen derzeit durch die Corona-Pandemie massiv eingeschränkt ist.

Denn wie schon ein anderes Benefiz-Spiel am vergangenen Sonntag, bei dem mehr als fünf Millionen US-Dollar (rund 4,57 Millionen Euro) für Hilfsfonds in der Corona-Krise gesammelt wurden und das der Weltranglistenerste Rory McIlroy für seine Farben entschied, ist auch das TV-Event in Florida am kommenden Wochenende ein weiterer Schritt in Richtung einer Fortsetzung der Golf-Saison.

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Obwohl die Pandemie in den USA noch längst nicht ausgestanden und das Land von einer Entwicklung wie in Deutschland noch weit entfernt ist, bereitet sich die PGA Tour auf ein Comeback Mitte Juni vor. Die ohne Zuschauer ausgetragenen Benefiz-Veranstaltungen sind dafür in der Wahrnehmung eine Art Testlauf. Drei Monate nach dem Abbruch der Players Championship in Florida soll der Re-Start der lukrativen US-Tour dann vom 11. bis 14. Juni mit der Charles Schwab Challenge in Fort Worth im US-Bundesstaat Texas beginnen.

Ein 37 Seiten starkes Konzept regelt die Rückkehr auf die US-Tour. Hohe Hygiene-Standards und Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass trotz der Pandemie wieder Profi-Golf gespielt werden kann. Spieler, Caddies und Turnier-Mitarbeiter werden vor der Abreise und nach der Ankunft zu einem Turnier auf das Virus getestet. Zuschauer sind bis auf Weiteres auf den Golfplätzen verboten. Die PGA Tour betonte, dass man daran glaube, einen sehr guten Plan entwickelt zu haben. Man werde aber nicht spielen, "wenn wir nicht das Gefühl haben, dass wir ein sicheres und gesundes Umfeld für alle bieten können".

Für die Top-Spieler aus dem Rest der Welt wird der Wiedereinstieg auf die PGA Tour schwieriger als für die meisten US-Spieler. Nach der Einreise in die Vereinigten Staaten müssen sie sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Für Europas Ryder-Cup-Held Tommy Fleetwood ist "das keine Option", wie der 29 Jahre alte Engländer dem "Guardian" verriet.

Anders sieht es da bei der Nummer eins der Welt aus. McIlroy lebt mit seiner Frau Erica im US-Bundesstaat Florida und will alle drei PGA-Turniere im Juni spielen. "Ich vermisse den Wettkampf", sagte der 31-Jährige. "Die PGA Tour hat einen soliden Plan, und wenn sie ihn richtig umsetzen, sehe ich keinen Grund, warum wir nicht am 11. Juni starten können."

Von einer Art Normalität sind die Golfer aber auch dann noch weit entfernt. Die drei wichtigen Major-Turniere in den Vereinigten Staaten finden zu ungewohnten Terminen statt, die British Open wurde ersatzlos gestrichen. Die PGA Championship in San Francisco soll nun vom 6. bis 9. August stattfinden. Das traditionsreiche Masters wird vom 12. bis 15. November im Augusta National Golf Club ausgespielt. Dazwischen sind die US Open für den 17. bis 20. September geplant - und das erstmals seit 1924 ohne die üblichen Qualifikationen zuvor.

Für Puristen und Traditionalisten ist das ein schwerer Schlag, zumal Mickelson dann womöglich gar nicht antreten wird. Denn er ist noch nicht qualifiziert und will auch nicht um eine Ausnahme bitten. Lange bevor das akut wird, spielt er nun aber erstmal am Sonntag im Team mit NFL-Superstar Brady. Einem Footballer. Aber was ist schon normal derzeit, im Golfsport oder sonst wo. (dpa)

Infos zum Benefiz-Match

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