Da ist das Ding! Kapitän Aivin Emini und der TSV Gersthofen feierten mit der Meisterschale.Foto: Oliver Reiser
Die Bilder glichen sich in den vergangenen Tagen. Egal ob in der Bundesliga oder im Amateurlager, die Fußballer jubelten vielerorts ausgelassen über Meisterschaften oder sanken enttäuscht zu Boden. Traditionsvereine feiern Wiederaufstiege, andere können den Abstieg nicht fassen.
In der Regionalliga Bayern ist nach dem letzten Spieltag noch nicht einmal geklärt, wer überhaupt absteigt. Sportlich hat es neben der SpVgg Hankofen-Hailing aus Niederbayern auch die traditionsreiche Viktoria Aschaffenburg erwischt. Nicht einmal der Einstieg von Ex-Nationalspieler und Meistercoach Felix Magath als einflussreicher Berater konnte den Absturz der Unterfranken verhindern. Und trotzdem gibt es noch ein Fünkchen Hoffnung. Das hat mit den sportlichen Problemen des Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth zu tun. Sollte das Kleeblatt in der Relegation gegen Rot-Weiß Essen scheitern, wäre die Fürther „Zweite“ Festabsteiger aus der Regionalliga - und Aschaffenburg bekäme eine zweite Chance. Der Grund dafür ist, dass gemäß den Statuten die Zweitvertretung eines Drittligisten maximal in der Oberliga spielen darf. Weshalb beispielsweise auch 1860 München II trotz des Titelgewinns in der Bayernliga Süd nicht aufsteigen darf, stattdessen darf der Vize TSV Landsberg direkt hoch. Ebenso wie der Meister der Bayernliga Nord, der SC Eltersdorf.
SpVgg Landshut und 1860 Rosenheim feiern Comebacks
Zwei Klubs mit langer Tradition im hohen Amateurfußball haben die Rückkehr in die Bayernliga geschafft. Wobei die SpVgg Landshut eine lange Durststrecke hinter sich hat, bevor sie nach etlichen vergeblichen Anläufen in der Landesliga Mitte die Meisterschaft einfahren konnte. Letztmals kickten die Niederbayern 2015 um Bayernliga-Punkte. Der TSV 1860 Rosenheim ist sogar Gründungsmitglied der Regionalliga Bayern, bevor es 2022 steil nach unten ging. Ein 2:2 beim TSV Grünwald reicht den Oberbayern, um den Titel in der Landesliga Südost einzufahren und zusammen mit dem schon länger als Meister der Südwest-Staffel feststehenden TSV Schwabmünchen in die Bayernliga aufzusteigen.
Die besten Bilder vom letzten Saisonspiel des TSV Bobingen, der Meisterschaft und Aufstieg feiert.
Ein Elfmeter sichert Bobingen den hauchdünnen Vorsprung
Auf altbekanntes Terrain kehren die beiden schwäbischen Bezirksliga-Meister zurück. Der TSV Gersthofen hatte sich den Nord-Titel bereits vor dem Saisonfinale gesichert, während es im Süden unglaublich eng zuging. Am Ende hatte der TSV Bobingen einen winzigen Zähler Vorsprung auf den VfL Kaufering und den SV Mering. Entsprechend groß war der Jubel, nachdem die Bobinger durch das Elfmetertor von Filip Marjanovic den 1:0-Sieg beim TV Erkheim und damit den Wiederaufstieg in die Landesliga eingefahren hatten.
Fußball-Kreisliga Allgäu Nord - TSV Kammlach feiert vorzeitig die MeisterschaftFoto: Alisa Hilebrand
Trainerlegende Günter Bayer steigt mit TSV Merching auf
In den Kreisligen läuft die Saison zwar noch zwei Wochen, die Frage nach den Meistern ist aber weitgehend beantwortet. Fünf von sechs Titeln sind bereits vergeben, lediglich in der Kreisliga West läuft noch ein Rennen zwischen Spitzenreiter Türk Gücü Lauingen und dem TSV Offingen. Ein schnelles Bezirksliga-Comeback feiern die beiden Allgäuer Meister FC Oberstdorf (Kreisliga Süd) und TSV Kammlach (Kreisliga Nord), die erst in der vergangenen Saison abgestiegen waren. In der Kreisliga Ost wurde der ehemalige Bayernligist FC Affing seiner Favoritenrolle vollauf gerecht und kehrt nach dreijähriger Abstinenz in die Bezirksliga zurück. Neuland betreten in der neuen Saison die SG Alerheim als Meister der Kreisliga Nord und der TSV Merching, der in der Kreisliga Augsburg den erstmaligen Bezirksliga-Aufstieg perfekt machte. Mit Merchings Aufstieg kehrt auch einer der profiliertesten Trainer auf die schwäbische Bühne zurück, denn dort sitzt der mittlerweile 72-jährige Günter Bayer auf der Bank - und denkt noch lange nicht ans Aufhören.
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