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Wie der FC Augsburg seinen Frauenfußball fördert

Kommentar

Der Weg des FCA beim Frauenfußball hat Charme

Johannes Graf
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    Mit seiner Frauenmannschaft tritt der FC Augsburg bislang sportlich auf der Stelle.
    Mit seiner Frauenmannschaft tritt der FC Augsburg bislang sportlich auf der Stelle. Foto: Uwe Anspach, dpa (Symbolbild)

    Bislang tritt der FC Augsburg mit seinen Fußballerinnen sportlich auf der Stelle. Zwischenzeitlich spielten die Frauen in der Landesliga, danach rutschten sie wieder bis in die Bezirksliga ab. Mit dem neuerlichen Aufstieg in die Bezirksoberliga könnte der Verein seine Strategie ändern, im weiblichen Bereich eine reine Hobbymannschaft zu unterhalten. Das heißt nicht, dass er sofort Millionen Euro in sein Projekt stecken muss. Im Frauenfußball lassen sich mit bedeutend weniger Geld riesige Sprünge machen. Dabei geht es vordergründig nicht darum, Spielerinnen zu verpflichten und zu bezahlen, sondern darum, ins Trainerteam, in die Struktur und in den Nachwuchs zu investieren. 

    Sportliche Ambitionen des FC Augsburg im Frauenfußball sind legitim

    Noch scheinen sich die FCA-Verantwortlichen dagegen zu sträuben, auch im Frauenbereich die Führungsrolle in Augsburg und der Region zu übernehmen. Verständlich, schließlich wäre der Aufschrei groß: Schnell käme der Vorwurf, er würde kleinere Vereine zerstören. Dass der FCA in diesem Bereich bisher so zurückhaltend agiert, ist nachvollziehbar. Dennoch könnte er das eine tun, ohne das andere zu lassen. Könnte mehr Mut zeigen. Sportliche Ambitionen sind legitim. Mittelfristig muss sich der Klub entscheiden, wohin er möchte. Bietet er ehrgeizigen Spielerinnen und Trainern keine entsprechende Perspektive, könnten sie sich Alternativen suchen. 

    Ambitionierte Amateurklubs im Männerbereich kämpfen wiederholt damit, dass finanzielle Zwänge sportlichem Erfolg im Weg stehen. Beim FCA ist das weniger Fall. Wie bei den Männern könnte er zugleich mit seinen Frauen Strahlkraft entwickeln. Könnte allgemein den weiblichen Fußball in der Stadt stärken und mehr Mädchen fürs Kicken begeistern. Andererseits hat es Charme, eben nicht den Weg der Münchner, Dortmunder oder Leipziger zu gehen, sondern Rücksicht auf kleinere Vereine mit traditionsreichen Frauenteams zu nehmen. 

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