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Eisschnelllauf-Gemeinschaft

17.04.2019

Dopingverdacht: DESG sagt NADA Unterstützung zu

Auch ein deutscher Eisschnellläufer soll in den Erfurter Dopingskandal verstrickt sein.
Bild: Tobias Hase/dpa

Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft DESG will bei der Aufklärung der Dopingvorwürfe gegen einen ihrer Athleten alle beteiligten Stellen "selbstverständlich unterstützen".

Das teilte der Verband in einer Presseerklärung mit.

Die DESG werde "im Falle eines nachgewiesenen Verstoßes eine konsequente Ahndung" ermöglichen und bei den Ermittlungen insbesondere die Nationale Antidoping-Agentur (NADA) unterstützten. Der Verband reagierte damit auf Medien-Berichte, in denen ein Sportler genannt wird, der in die Dopingpraktiken des Erfurter Mediziners Mark S. verwickelt sein soll.

"Nach der Satzung der DESG obliegen die Ermittlungen, eine etwaige Anhörung, die Entscheidung über die Einleitung eines Sanktionsverfahrens und dessen Durchführung sowie die Entscheidung über eine etwaige vorläufige Suspendierung der NADA", heißt es in der Erklärung. "Unsere Ermittlungen dauern an", teilte die NADA auf Anfrage mit.

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Tags zuvor hatten der MDR, der RBB und "Bild" berichtet, welcher deutsche Sportler in die "Blutdoping-Affäre" verwickelt sein soll. Die DESG bestätigte den Namen bisher nicht und verwies darauf, dass für ein mögliches Sanktionsverfahren das Sportschiedsgericht bei der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit (DIS) in Köln zuständig sei. "Sollte die NADA zu dem Ergebnis gelangen, dass ein Dopingverstoß vorliegt, wird sie dort Anklage erheben und das Verfahren nach der DIS-Sportschiedsgerichtsordnung einleiten und durchführen", hieß es von der DESG.

Der Erfurter Arzt Mark S. sitzt in Untersuchungshaft in München und soll nach MDR-Informationen auch den betreffenden Eisschnellläufer belastet haben. Bekannt ist bisher, dass mindestens 21 Sportler aus acht Nationen und fünf Sportarten verbotenes Eigenblut-Doping bei Sportmediziner Mark S. Blutdoping praktiziert haben sollen. (dpa)

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