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Kitzbühel

27.01.2019

Josef Ferstl gewinnt als erster Deutscher Super-G auf der Streif

Josef Ferstl hat auf der Streif den Super-G gewonnen.
Bild: Alessandro Trovati, dpa

Das deutsche Ski-Ass Josef Ferstl hat als erster Deutscher den Super-G auf der legendären Streif in Kitzbühel gewonnen.

Als erster auf die Strecke zu gehen, birgt im Super-G gewisse Tücken. Denn wer als erstes startet, hat sich nicht anschauen können, was die Kollegen vorher gemacht haben. Die Nummer 1 ist eine Art Testfahrer für die anderen, die oben vor dem Bildschirm stehen und aufmerksam zuschauen. Josef „Pepi“ Ferstl musste am Sonntag in Kitzbühel den Testfahrer geben. Und widerlegte alle, die geunkt hatten, das könne nichts werden. Der 30-Jährige gewann völlig überraschend.

Dabei war lange nicht klar gewesen, was seine Leistung wert ist. „Ich hatte keine Ahnung, ob das nun besonders gut oder schlecht war. Wenn du mit einer höheren Nummer fährst, weisst du das sofort.“ So aber musste Ferstl warten.   In der Abfahrt am Freitag hatte der sich noch mit Platz sieben zufrieden geben müssen und nur kurz auf dem roten Sessel des Führenden gesessen, ehe er verdrängt wurde. Diesmal nicht.

Ferstl saß und saß und saß. Immer wieder schüttelte er ungläubig den Kopf. Dann stand Dominik Paris oben am Start. Der Abfahrtssieger von Kitzbühel und auch im Super-G der große Favorit. Aber auch der Südtiroler kam nicht an die Zeit von Ferstl heran. Spätestens als dessen Landsmann Christof Innerhofer im Ziel war und sich weit hinter Ferstl einreihte war klar: der Siegt geht an den Deutschen.

Vor genau 40 Jahren hatte Ferstls Vater Sepp die Abfahrt gewonnen

Das war schon seinem Vater Sepp Ferstl 1978 und 1979 gelungen, damals allerdings auf der legendären Hahnenkamm-Abfahrt. 40 Jahre später hat der  Sohn an gleicher Stelle seinen zweiten Weltcupsieg geschafft. Ferstl Senior verfolgte das Geschehen von der Tribüne aus. „Ich hoffe mal, er freut sich“, sagte der Junior mit einem breiten Grinsen und analysierte nüchtern, dass die Fahrt ordentlich gewesen sei.

„An ein, zwei Stellen hätte ich noch besser durchziehen können. Aber ich hatte nichts zu verlieren und habe mein Bestes probiert.“ Am nächsten kam ihm der Franzose Johan Clarey, gefolgt vom drittplatzierten Paris. Damit steht fest, dass bald schon eine weitere Gondel mit dem Namen Ferstl in Kitzbühel fährt. Denn dort ist es Tradition, dass sich die Sieger auf diese Art verewigen dürfen.

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