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Doping-Razzia bei Loginow

25.03.2020

Russischer Verband attackiert Biathlon-Weltverband

Bekam in Antholz Besuch von Dopingkontrolleuren: Alexander Loginow.
Bild: Matthias Schrader/AP/dpa

Der russische Biathlon-Verband RBU hat dem Weltverband IBU nach der Doping-Razzia gegen Sprint-Weltmeister Alexander Loginow mangelnde Unterstützung vorgeworfen.

Niemand habe dem Team am Rande der WM im italienischen Antholz erklärt, "welche exakten Regeln und welche Artikel der IBU-Verfassung" Loginow gebrochen habe, "sodass er von anderen Teams wahrlich geächtet wurde", hieß es in einem von der RBU verschickten Brief. Adressiert ist das Schreiben mit Datum vom vergangenen Freitag an IBU-Präsident Olle Dahlin und den Vorstand, am Dienstag wurde es auch an mehrere internationale Medien verschickt.

Am 22. Februar war Loginow in Antholz von der italienischen Polizei verhört worden. Eine Sondereinheit hatte sein Hotelzimmer durchsucht und Material beschlagnahmt. Loginow war bereits zwei Jahre wegen Epo-Dopings gesperrt, seit November 2016 darf er wieder starten. In Südtirol gewann er den WM-Sprint und feierte seinen ersten großen Erfolg. Loginow hatte zuletzt stets betont, sauber zu sein.

Darauf beharrt auch die RBU in dem dreiseitigen Schreiben, das vom ersten Vizepräsidenten Alexej Nuschdow unterschrieben ist. "Alle Mitglieder des russischen Nationalteams" würden sich den Regeln der Welt-Anti-Doping-Agentur unterwerfen. "Als Konsequenz davon sind alle sauber", hieß es. Im Falle von Loginow wäre nun jedoch ein negatives Bild entstanden, das wolle der russische Verband so nicht hinnehmen. "Die RBU erwartet in Zukunft die Hilfe der IBU", hieß es weiter.

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Die IBU reagierte "sehr enttäuscht über die Entscheidung der RBU" den Brief zu veröffentlichen, "der unbegründete Anschuldigungen enthält und die Situation (...) grundlegend falsch darstellt", hieß es auf dpa-Anfrage. Ein Fehlverhalten des Weltverbandes habe es nicht gegeben. (dpa)

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