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Einzelkritik

27.03.2018

Sensationen, Siege, Tränen – die Stars der Wintersportsaison

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3 Bilder
Laura Dahlmeier hat sich den Traum vom Olympiasieg erfüllt.
Bild: Matthias Balk, dpa

Die Wintersportsaison ist zu Ende. Der Höhepunkt waren die Olympischen Spiele. Die deutschen Athleten überzeugten fast überall. Eine Übersicht nach Sportarten.

Der Winter ist vorbei - zumindest was den dazugehörigen Sport betrifft. Alle Weltcups sind absolviert, alle Trophäen verteilt. Es war ein erfolgreicher Winter für die deutschen Athleten, was vor allem an deren Auftritten bei den Olympischen Winterspiele in Pyeongchang lag. Mit 14 Goldmedaillen stellte das deutsche Team zusammen mit Norwegen den Allzeitrekord der Kanadier von 2010 (Vancouver) ein. Die populärsten Wintersportarten in der Einzelkritik.

Ski alpin

Es begann mit gerissenen Kreuzbändern und endete mit dem Aufstieg eines neuen Skihelden. Als sich Felix Neureuther und der Allgäuer Stefan Luitz zu Beginn des Winters schwer am Knie verletzten, war das Wehklagen ohrenbetäubend. Trotzdem standen am Ende sieben Siege und 19 Podiumsplätze – die beste Bilanz seit dem Karriereende von Maria Höfl-Riesch 2014. Verlass war auf Viktoria Rebensburg, die mit drei Siegen den Riesenslalom dominierte und aus einem enttäuschenden Frauenteam herausstach. Die Überraschung: Thomas Dreßen. Völlig unerwartet gewann er das Hahnenkammrennen. Wermutstropfen: In Pyeongchang gingen die Alpinen leer aus.

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Biathlon

Die Last der Favoritenrolle trug Laura Dahlmeier auf ihren schmalen Schultern nach Südkorea. Trotzdem eilte sie federleicht über die Loipen und erfüllte sich ihren Kindheitstraum vom Olympiasieg gleich doppelt. Erst flossen Tränen, dann flogen Giftpfeile, als sich die Frauenstaffel aus den Medaillenrängen schoss. Breiter aufgestellt sind die deutschen Männer. Arnd Peiffer, Simon Schempp und Benedikt Doll überzeugten mit Gold, Silber und Bronze. Bronze gab es auch für die Staffel. Im Weltcup gehörten die Deutschen zu den Jägern des Duos Martin Fourcade (Frankreich) und Johannes Thingnes Bö (Norwegen). Die beiden machten den Gesamtsieg unter sich aus, wobei der Franzose zum siebten Mal in Folge die Nase vorne hatte – Erinnerungen an Ole Einar Björndalen werden wach.

Skispringen

Andreas Wellinger galt als Hochbegabter mit dem Starpotenzial eines Sven Hannawald. In Pyeongchang ließ er den Vorschusslorbeeren Taten folgen. Drei Medaillen, darunter einmal Gold, hat vor ihm noch kein deutscher Adler geholt. Teamkollege Richard Freitag dominierte zu Beginn der Saison und landete im Gesamtweltcup auf Platz zwei. Ein Sturz in Innsbruck kostete ihn alle Chancen, Überflieger Kamil Stoch (Polen) den Sieg bei der Vierschanzentournee streitig zu machen.

Bei den Frauen hat Goldschmied Andreas Bauer einmal mehr seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Der Bundestrainer aus Oberstdorf schafft es immer wieder, seine Sportlerinnen auf den Punkt genau in Topform zu bringen. Diesmal profitierte Katharina Althaus, sie gewann in Pyeongchang Silber. Als Bonus gab es für die Allgäuerin auch im Gesamtweltcup Platz zwei.

Nordische Kombination

Mal wieder reisten die deutschen Kombinierer als Top-Favoriten zu Olympischen Winterspielen und mal wieder hielten sie dem Druck stand. Mit fünf Medaillen war es ein beeindruckender Auftritt, gekrönt vom Dreifach-Sieg der Herren Rydzek (Gold), Rießle (Silber) und Frenzel (Bronze). Diesem Erfolg hatte Bundestrainer Hermann Weinbuch alles untergeordnet, auch die Leistungen im Weltcup. Der begann holprig und endete ebenso. Im Mittelteil überzeugte Fabian Rießle, der viermal gewann und im Gesamtweltcup Dritter wurde.

Langlauf

Norwegen dominierte traditionell. Dahinter tummeln sich Schweden, Finnen und Russen in Kompaniestärke, dazu noch einige Schweizer und Amerikaner. Wer deutsche Langläufer sucht, muss in den Ergebnislisten etwas weiter nach hinten blättern. Keine Olympia-Medaille, kein Podestplatz im Weltcup – so lautet die ernüchternde Bilanz. Aber: Die Allgäuer Leistungsträgerin Nicole Fessel hatte mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, Tim Tscharnke und Hannes Dotzler mussten ihre Karriere beenden.

Eiskunstlauf

Aljona Savchenko und Bruno Massot überstrahlen alles. Olympiasieger und Weltmeister, jeweils mit Punkteweltrekord, dazu der Sieg im Gran-Prix-Finale – mehr geht nicht. Die beiden Ausnahmesportler leben und trainieren in Oberstdorf. Noch ist offen, ob sie ihre Karriere fortsetzen oder sich auf die finanziell lukrativen Eisrevuen beschränken. Dahinter stehen Annika Hocke und Ruben Blommaert bereit. Platz 13 bei der WM lässt hoffen.

Eishockey

Olympia-Silber für Deutschland – die Sensation der Spiele. Gibt’s eine Fortsetzung bei der WM im Mai? Mehr dazu im oben stehenden Artikel und in der Randbemerkung.

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