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Wegen der Corona-Epidemie

25.03.2020

Ski-Weltcup endet vorzeitig: Finale in Italien wird abgesagt

Das Weltcup-Finale in Cortina d'Ampezzo wird nach Angaben der Fisi wegen der Coronavirus-Epidemie abgesagt.
Bild: Marco Trovati/AP/dpa

Der alpine Ski-Weltcup endet ohne Finale. Die eigentlich in Cortina d'Ampezzo geplanten Abschlussrennen werden nicht stattfinden. Grund sind die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie in Italien.

Wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus geht die Saison der alpinen Skirennfahrer vorzeitig zu Ende.

Das Weltcup-Finale in Cortina d'Ampezzo wird nach Angaben des Weltverbandes Fis abgesagt. Zuvor hatte der italienische Verband Fisi nach einer Krisensitzung des Councils des Internationalen Skiverbandes darüber informiert. Das Gastspiel in Cortina d'Ampezzo sollte auch eine Generalprobe für die WM 2021 ein.

Ein Hauptgrund für die Absage seien die mittlerweile von mehreren Nationen verhängten Reisebeschränkungen, durch die wohl mehrere Athleten am Finale nicht hätten teilnehmen können, hieß es in der Fis-Mitteilung. Die Vorbereitungen für die Skiflug-Weltmeisterschaft im slowenischen Planica vom 17. bis 22. März gehen aber weiter, weil es für Slowenien noch keine Reisebeschränkungen gibt.

Ski-Weltcup endet vorzeitig: Finale in Italien wird abgesagt

"Dies war eine extrem schwierige Entscheidung für uns, aber letztlich müssen das Wohl und die Gesundheit der Athleten, der Mannschaften und aller, die mit der Weltmeisterschaft in Verbindung stehen, sowie der breiten Öffentlichkeit für uns oberste Priorität haben", sagte Fis-Präsident Gian Franco Kasper.

Italien ist das Land in Europa, das am stärksten von der Infektionswelle durch den Erreger Sars-CoV-2 betroffen ist. Dort gab es schon mehr als 3800 Infektionen. Der italienische Verband, das Sportministerium und die regionalen Behörden hatten eine Austragung des Weltcup-Finals ohne Zuschauer vorgeschlagen. Darauf wollten sich die anderen Verbände nach Angaben der Fisi aber nicht einlassen. Eine kurzfristige Verlegung an einen anderen Ort lässt das Regelwerk nicht zu. Damit endet die alpine Ski-Saison am 14. und 15. März mit den Rennen im slowenischen Kranjska Gora und im schwedischen Are. Die Schweizerin Corinne Suter sicherte sich dadurch schon jetzt neben der Kleinen Kristallkugel in der Abfahrt auch die Disziplinwertung im Super-G. Ihrem Teamkollegen Beat Feuz ist der Sieg im Abfahrtsweltcup nicht mehr zu nehmen.

Zuvor waren bereits etliche Events aus anderen Sportarten in Europa wegen der Ausbreitung des neuartigen Virus umgeplant worden: Unter anderem wurden einige Fußballspiele in Italien verschoben. In Frankreich untersagte das Gesundheitsministerium alle Großveranstaltungen mit mehr als 5000 Menschen, die Schweiz setzte die Grenze gar bei 1000 Zuschauern an.

Die Folgen des Virus hatte der alpine Skizirkus bereits in den vergangenen Wochen zu spüren bekommen. Zwei in China als Tests für Olympia 2022 vorgesehene Rennen wurden nach Österreich verlegt. Beim Damen-Wochenende im italienischen La Thuile nur rund drei Autostunden von den betroffenen Gebieten in der Lombardei entfernt gab es heftige Hygiene-Auflagen inklusive einem Mindestabstand bei Interviews und einer Aufforderung, auf Händeschütteln zu verzichten.

Die Unsicherheit war allgegenwärtig bei den jüngsten Rennen, sogar ein umgehender Abbruch der Saison stand zur Debatte. Rennchef Markus Waldner hatte am Wochenende in Hinterstoder gesagt: "Um das Risiko zu minimieren, muss man die Maschine stoppen, so wie es viele Verbände machen." Nur vermisste er bei der Fis die Courage dazu. Am Wochenende sind die Herren bei Speed-Rennen im norwegischen Kvitfjell am Start. (dpa)

Mitteilung der Fisi - italienisch

Fis-Mitteilung

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