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Windböen und Schneefall

28.12.2020

Wetter wirbelt Alpin-Tag durcheinander

Die Ski-Rennen in Bormio wurde wetterbedingt verschoben.
Bild: Alessandro Trovati/AP/dpa

Heftige Windböen und starker Schneefall sorgen bei den alpinen Skirennen in Semmering und Bormio am Montag für Absagen. Marlene Schmotz hat mit Knieproblemen zu kämpfen.

Wetterkapriolen haben große Teile des alpinen Ski-Montags lahmgelegt.

Während das Super-G-Rennen der Herren im italienischen Bormio wegen starken Schneefalls um 24 Stunden auf Dienstag (11.30 Uhr) verschoben wurde, ging beim Riesenslalom der Damen im österreichischen Semmering immerhin noch der erste Durchgang über die Bühne. Der zweite Lauf am Mittag wurde wegen heftiger Windböen dann erst zweimal verschoben und letztlich abgesagt. Das Rennen soll zu einem späteren Zeitpunkt der Saison nachgeholt werden.

Für den Deutschen Skiverband (DSV) war ohnehin nach dem ersten Durchgang schon wieder Schluss. Andrea Filser hatte als 46. das Finale klar verpasst, Marlene Schmotz war wegen Knieproblemen kurzfristig gar nicht erst gestartet. Schon beim Auftakt in Sölden und bei den beiden Rennen in Courchevel hatte es keine der deutschen Riesenslalom-Starterinnen unter die besten 30 geschafft.

"Es ist schade, weil sie wirklich gut trainiert", sagte Damen-Bundestrainer Jürgen Graller der Deutschen Presse-Agentur über Filser, die im ersten Lauf in Semmering 4,34 Sekunden hinter der führenden Weltmeisterin Petra Vlhova aus der Slowakei lag. "Im Rennen hat sie irgendeine Blockade und wirkt sehr verkrampft. Da kommt sie nicht ansatzweise an ihre guten Fahrten im Training heran."

Bei Schmotz sei es "wohl nichts Dramatisches, eher eine Vorsichtsmaßnahme", sagte Graller. Nachdem sie zuvor noch gut trainiert hätte, habe die 26-Jährige am Sonntagabend "ein komisches Gefühl" bekommen, berichtete er. "Nach ihrem Kreuzbandriss im vergangenen Winter braucht sie komplettes Vertrauen in ihren Körper. Alles andere macht keinen Sinn." Auch den für Dienstag (15.15 Uhr) geplanten Slalom lasse sie aus. "Dann sehen wir weiter."

Der Wind werde über Nacht wohl etwas abnehmen, sagte der Renndirektor des Weltskiverbands Fis, Peter Gerdol, mit Blick auf das weitere Programm. Man werde aber wohl den ganzen Dienstagmorgen dafür brauchen, den Zielbereich, in dem Absperrungen und Werbebanden umgeweht wurden, wieder herzurichten.

© dpa-infocom, dpa:201228-99-830035/3 (dpa)

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