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Naturheilkunde

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Gegen viele Beschwerden ist ein Kraut gewachsen

Heilkräuter können bei den verschiedensten Beschwerden hilfreich sein. Der Apotheker kann dazu beraten.
Bild: Angela, Fotolia.com
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Schafgarbe bei Blähungen und Darmbeschwerden, Salbei bei Halsentzündungen – die Natur bietet  eine Menge Heilkräuter, die helfen können.

Krämpfe, Appetitlosigkeit, Verstopfung: Magen-Darm-Beschwerden haben unangenehme Folgen. Wer nicht gleich zu Medikamenten greifen will, kann es mit Heilkräutern versuchen.

Schafgarbe wird beispielsweise traditionell bei Blähungen, Krämpfen oder Verstopfungen eingesetzt, berichtet die Zeitschrift „Naturarzt“. Wer es ausprobieren möchte, übergießt für eine Tasse Tee zwei Teelöffel getrocknete Schafgarbe mit heißem Wasser und lässt das Gebräu zehn Minuten lang ziehen. Davon trinken Erkrankte drei Tassen pro Tag. Der Zeitschrift zufolge lässt sich das Kraut auch kombinieren, etwa mit Enzian, Fenchel oder Kamille.

Isländisch Moos bei Hustenreiz

Hustenreiz – besonders die unkontrollierbaren Anfälle – gehört oft mit zu den unangenehmsten Begleiterscheinungen einer Erkältung. Isländisch-Moos-Extrakt kann dagegen helfen. Es bildet einen natürlichen Schutzfilm auf der angegriffenen Hals- und Rachenschleimhaut und kann so den Hustenreiz lindern. Zugleich schützt auch Honig die Schleimhaut vor dem Austrocknen. Ein heißer Tee unterstützt den Genesungsprozess mit Heilkräutern wie Salbei und versorgt den Körper mit zusätzlicher Flüssigkeit – was besonders während einer Erkältung gut tut.

Salben, Tees und Tinkturen

Solche hilfreichen Heilkräuter gibt es gegen vielerlei Leiden. „Aus den Medizinschränken unserer Großmütter waren heimische Kräuter und Pflanzen nicht wegzudenken“, weiß die Frauenheilkundlerin Dorit Zimmermann. Egal ob Salben, Tees, Tinkturen aus Heilkräutern, roh im Salat oder gekocht als eine Art Spinat, viele der Kräuter lassen sich unterschiedlich verarbeiten und einsetzen. „Heute sind die Kenntnisse über alte Hausmittel oft in Vergessenheit geraten“, bedauert Zimmermann, die auch ein Buch über Frauen-Heilkräuter geschrieben hat.

Apotheken im Wittelsbacher Land

Bei Apotheken im Wittelsbacher Land ist das nicht so. Sie haben viel Wissen über Kräuter und natürliche Heilung für den modernen Alltag. „Wenn man als Apotheker mit Kunden über Arzneimittel spricht, kommt häufig die Frage: Gibt es da nicht irgendetwas Pflanzliches gegen diese Beschwerden?“, ist die Erfahrung von Friedemann Schmidt, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA).

„Viele Menschen verwenden sehr gerne Heilkräuter, weil sie die Natur lieben und glauben, die Natur liebe sie auch“, erklärt er in einer Kolumne in der „Neue Apotheken Illustrierte“. Dann liege ja die Vermutung nahe, dass eine solche liebevolle Natur gegen jede Krankheit auch ein Kräutlein wachsen lässt. Dieses gilt es nur zu finden. Auch seien viele überzeugt, dass eine solche Arznei frei von Risiken und Nebenwirkungen sei.

Vorsicht vor Risiken!

„Doch das ist nicht so!“, warnt Schmidt. Sachkunde und ein sicherer Blick seien nötig, um in der Natur das Gute vom Gefährlichen zu unterscheiden. „Pflanzliche Arzneimittel und auch Heilkräuter haben ihren festen Platz im Arzneischatz. Sie sind aber weder völlig risikolos noch eignen sie sich grundsätzlich als Alternative zu chemisch definierten und produzierten Medikamenten“ erklärt Schmidt.

Heimische Kräuter seien dabei natürlich vergleichsweise sicher. Die Verwechslungsmöglichkeiten sind vielen bekannt und jedes vernünftige Ratgeberbuch weist darauf hin. „Spannender und auch gefährlicher wird es bei exotischen Pflanzen, hier kann man als Laie kaum etwas zu Qualität und Sicherheit erkennen“, gibt der Experte zu bedenken. „Und die Anwendungshinweise aus dem Internet sind oft eher Anleitungen zur Selbstgefährdung!“

Daher ist es wichtig, sich am besten an ausgewiesene Kenner von Heilkräutern und Naturheilmitteln zu wenden, wie etwa Heilpraktikern. „Aber vor allem sind auch Apotheker die Experten auf dem Gebiet der Heilpflanzen und ihrer Anwendung. Vertrauen Sie also besser nicht blind auf Mutter Natur und fragen Sie lieber einmal bei ihnen nach“ rät Schmidt.

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