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Frühlingssonne unbeschwert genießen – mit dem passenden Sonnenschutz

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Endlich raus, die Frühlingssonne genießen! Nach der Zeit im Lockdown und den trüben Wintertagen hungert man förmlich nach den wärmenden Strahlen. Doch es ist Vorsicht geboten: Denn auch die Frühlingssonne kann die Haut nachhaltig schädigen. Warum Sonnenschutz auch jetzt schon sinnvoll ist.

Endlich Frühling! Nach den gefühlt immer zu langen Wintermonaten, die meisten davon auch noch im Corona-Lockdown, sehnen wir uns nach frischer Luft, Frühlingsgefühlen und Sonnenschein. Doch Vorsicht! Auch jetzt muss man schon auf ausreichenden Sonnenschutz achten. Denn selbst, wenn es die milden Temperaturen nicht vermuten lassen: Die UV-Strahlung kann bereits Intensitäten wie im Hochsommer erreichen.

Hautschutz von innen – geht das überhaupt?

Die Haut muss langsam an die UV-Strahlung gewöhnt werden. „Vorbeugenden Schutz von innen können Carotin-Präparate bieten“, weiß Laura Stammer von der Ostend-Apotheke und Schwalbanger-Apotheke in Neuburg an der Donau. „Sie können helfen, den Eigenschutz der Haut zu verbessern.“ Rund vier Wochen müssen die Präparate mit Beta-Carotin eingenommen werden, um ihre Wirkung zu entfalten. Empfehlenswert ist die Einnahme vor allem für Menschen mit sehr heller Haut. „Doch zusätzlicher Sonnenschutz ist unerlässlich“, bekräftigt Stammer.

Vier Tipps für ausreichenden UV-Schutz

Und wie soll der aussehen? Die UV-Werte sind mittags zwischen 11 und 15 Uhr am höchsten. Deshalb der wichtigste Tipp: Die Sonne in dieser Zeit am besten meiden. Selbst im Schatten oder unter einer Wolkendecke sind die UV-Werte oft erhöht. „Wer kann, bleibt in dieser Zeit am besten drinnen“, erklärt Laura Stammer. Weiterhin empfiehlt die Apothekerin:

  • Helle und dünne Stoffe lassen die UV-Strahlen nahezu ungehindert durch. Wer auf Nummer sicher gehen will, trägt dicht gewebte, dunkle Kleidung.
  • Wer sich im Freien aufhalten möchte oder gar unter freiem Himmel arbeiten muss, für den lohnt sich die Investition in spezielle UV-Schutz-Kleidung.
  • Hüte oder Schildmützen halten die schädliche Strahlung ab.
  • Die Sonnenbrille sollte die Kennzeichnung UV400 tragen. Nur dann bietet sie einen 100-prozentigen UV-Schutz.

Creme, Lotion, Gel oder Spray – welcher Sonnenschutz ist der richtige?

Und natürlich unerlässlich – und zwar nicht erst im Sommer oder im Urlaub – ist das Auftragen von Sonnencremes. Da die Haut keinen Sensor für UV-Strahlen hat, informiert man sich am besten auf der Seite des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS): https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/uv-index/prognose/prognose_node.html. Dort wird tagesaktuell der UV-Index veröffentlicht. Die Skala reicht von 1 bis 11. „Schon ab einem Wert von 3 legen wir wärmstens einen ausreichenden Schutz nahe“, sagt Stammer. Sonnenschutz gibt es in vier Ausführungen:

  • Creme: Cremes haben den höchsten Fettanteil und eignen sich daher gut bei trockener Haut.
  • Lotion: Wasserhaltiger als eine Creme. Sie lässt sich leichter verteilen.
  • Gel: Sonnenschutzgels enthalten kein Fett. Sie sind besonders gut verträglich für Leute, die an Mallorca-Akne oder polymorpher Lichtdermatose leiden.
  • Spray: Lässt sich leicht verteilen, unter Umständen sogar auf der Kopfhaut.

Sonnencreme: Auf die richtige Menge kommt es an

Ein bisschen Creme hier und ein bisschen Creme da – schließlich soll die Tube den ganzen Sommer über reichen? „Sparsamkeit ist bei Sonnencremes nicht angebracht“, rät Laura Stammer. „Man kann definitv sagen: Viel hilft auch viel.“ Aber wie viel ist viel genug? Die Neuburger Apothekerin orientiert sich in ihrer Empfehlung an der des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums: „Durchschnittlich sechs Teelöffel Sonnencreme für den Körper eines Erwachsenen sollten es schon sein.“

Was bedeutet der Lichtschutzfaktor?

Tagescremes mit LSF 5, Kindersonnencreme mit LSF 50+, Sprays mit LSF 30 – was bedeutet das denn nun? „Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, um wie viel er die Eigenschutzzeit der Haut verlängert“, erklärt Stammer. Beispiel: Ein sehr hellhäutiger Mensch wird der Gruppe 1 zugeordnet  und kann sich ohne zusätzlichen Schutz rund zehn Minuten an der Sonne aufhalten, ohne dass die Haut Schaden nimmt. Cremt er sich mit LSF 30 ein, verlängert er die Eigenschutzzeit der Haut um den Faktor 30. Er kann also theoretisch 300 Minuten an der Sonne verbringen, ohne Sonnenbrand zu bekommen. „An diese Werte sollte man sich jedoch nur bedingt halten“, meint Stammer. „Lieber mit weniger rechnen, dann ist man auf der sicheren Seite.“ Sie legt nahe, dass man vom errechneten Wert nur 60 Prozent annimmt. Das wären bei obigem Beispiel 180 Minuten. Oder gleich Cremes mit höherem LSF verwendet. „Im besten Fall schützt man die Haut immer mit Cremes oder Lotionen mit einem Wert ab 30 oder höher.“

Welcher Sonnenschutz für Kinder?

Vor allem für Kinder empfiehlt Stammer ausschließlich LSF 50 oder 50+. „Kinderhaut hat noch keinen Eigenschutz“, warnt Stammer. „Da muss man besonders gründlich cremen.“ Und natürlich obige Tipps beherzigen. Stammer geht sogar noch weiter: „Kinder im ersten Lebensjahr sollten am besten gar nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden. Man geht davon aus, dass bereits drei schwere Sonnenbrände in der Kindheit den Faktor für Hautkrebs um das Drei- bis Vierfache erhöhen. „Eltern sollten sich nicht zu sehr verkopfen, ob man die Kinder mit chemischen oder mineralischen Produkten schützt. Deren vermeintliche Risiken sind nichts im Vergleich zum erhöhten Hautkrebsrisiko, wenn man gar nicht cremt“, gibt Stammer zu bedenken.

Sie warnt außerdem davor zu glauben, dass sich die Schutzwirkung von Cremes verlängert, je öfter man nachcremt. „Tatsächlich erhält Nachcremen den Schutz nur, verlängert wird er nicht“, weiß Stammer. „Die Haut braucht also trotz allem eine Sonnenpause, wenn die Schutzzeit vorbei ist.“ Auch nach dem Baden oder wenn man geschwitzt hat, ist erneutes Eincremen unerlässlich. Denn wirklich wasserfest ist keine Sonnencreme.

Tipps zum Sonnenschutz im Urlaub

Für den Urlaub und die Ferien am See hat die Expertin noch ein paar weitere Tipps, wie man sich gründlich und ausreichend vor zu viel UV-Strahlung schützen kann:

  • Je nach Urlaubsziel greift man besser zum höheren Lichtschutzfaktor. Denn im Süden oder in den Bergen ist die UV-Strahlung oft höher als in unseren Breiten.
  • Beim Eincremen auch an die Ohren, den Nacken, die Füße und die Rückseite der Oberarme denken, die werden gerne vergessen.
  • Wer nicht mit Teelöffeln arbeiten möchte: Rund eine Handlänge Creme pro Körperteil ist ausreichend.

In ihren beiden Neuburger Apotheken, Ostend- und Schwalbanger-Apotheke, berät neben Stammer ein ausgewiesenes Expertenteam in allen Fragen um den richtigen Sonnenschutz: „Persönlich, telefonisch oder per E-Mail sind wir gerne für unsere Kunden da.“

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