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Leben

27.04.2020

8 Tipps damit Kinder im Internet sicher sind

Im Internet lauern überall Gefahren. Das ist für Erwachsene schon schwer zu erkennen. Kinder sehen die Gefahren nicht. Deshalb ist es wichtig, das richtige Surfverhalten zu üben.
Bild: Silvia Marks/dpa-tmn

Kinder lernen heute sehr früh den Umgang mit dem Internet. Bereits Neunjährige wissen, was Suchmaschinen, soziale Medien oder Apps sind, weil sie diese Dinge täglich nutzen.

Je früher Kinder den verantwortungsvollen Umgang mit den digitalen Medien lernen, umso besser. Sie müssen lernen, verantwortungsbewusst, altersgerecht, selbstbestimmt sowie andererseits auch kreativ und kritisch mit diesem Medium umzugehen.

Eltern können ihren Teil dazu beitragen und ihre Kinder an die Hand nehmen, damit sie sensibilisiert sind für die Gefahren, die es im Internet zahlreich gibt. Ganz wichtig ist, dass sie lernen, ihre persönlichen Daten nicht leichtfertig im Internet zu teilen und für jedermann zugänglich zu machen. Dazu sind feste Regeln notwendig, die die tägliche Internetnutzung klar regeln. Zudem ist es notwendig, dass Eltern auch selbst aktiv werden, um ständig zu wissen, welche Seiten ihr Kind im Internet besucht.

Tipp 1: Aktive Medienerziehung mithilfe der Technik

Im Internet lauern viele Bedrohungen, für Kinder und eigentlich für alle User. Negative Begleiterscheinungen sind Gewalt, Mobbing, Extremismus, Pornografie oder auch das „Grooming“ – das sind unerwünschte Annäherungsversuche Erwachsener. Laut der EU-finanzierten Studie „EU-Kids online“ zum Onlineverhalten von Kindern und Jugendlichen zwischen neun und 16 Jahren surfen Kinder ohne ausreichenden Schutz im Internet. Auch Kontrollsoftware verwenden nur etwa 25 Prozent der Eltern.

Tipp 2: Surfregeln festlegen

Eltern sollten ihren Kindern schon sehr früh bewusst machen, welche Risiken mit dem Internet einhergehen. Gemeinsam können Eltern und Kind entscheiden, welche Angebote das Kind nutzen darf. Wichtig ist auch feste Zeiten zu vereinbaren, wann und wie lange das Surfen erlaubt ist. Zehn Minuten Surfzeit pro Lebensjahr sind täglich akzeptabel. Kinder ab zehn Jahren sollten ein Wochenkontingent an Surfzeit bekommen, die sie sich dann selbstständig einteilen müssen.

Tipp 3: Kindersicherung auf Verbindungsebene

In einem drahtlosen Netzwerk zu surfen, ist per se gefährlich. Hacker und andere Störenfriede können unbemerkt mitlesen und persönliche Daten klauen. Außerdem können Webseitenbetreiber die Onlineaktivitäten anhand der IP-Adresse verfolgen. Ein VPN (Virtuelles Privates Netzwerk) stellt eine sichere Verbindung zwischen privatem Netzwerk und Internet her, die von außen keiner einsehen kann. Es ist schon ein wichtiger erster Schritt, wenn ein Schutzprogramm installiert ist und die Sicherheitseinstellungen aktiviert sind. Damit sind Kinder schon vor vielen Bedrohungen geschützt und Eltern können mit einem VPN eingreifen, die IP-Adresse ändern und sind in Kontrolle des Geschehens.

Tipp 4: Private Informationen nicht weitergeben

Wenn Kinder sich an sozialen Netzwerken anmelden, sollten sie dies zu Beginn nicht alleine tun. Eltern sollten ihre Kinder dabei begleiten. Zum einen haben sie so die Kontrolle, welche Netze die Kinder nutzen und zum anderen können sie sicherstellen, dass Kinder mit ihren persönlichen Daten einen vorsichtigen Umgang lernen. Benutzername und Passwort für die Anmeldung sollten frei erfunden sein und keinen Bezug zu den persönlichen Daten haben. Passwörter sollten immer geheim bleiben und jedes Benutzerkonto sollte ein eigenes Passwort bekommen.

Tipp 5: Kindersicherer Surfraum

Insbesondere bei jüngeren Kindern sollte der Computer kindersicher sein. Dazu lässt sich die Seitenauswahl einschränken. Kinder haben dann nur eingeschränkten Zugang zum Internet und können nur geprüfte Seiten sehen, die kindgerechte Inhalte zur Verfügung stellen. Dazu gibt es spezielle Software, die dafür sorgt, dass der Computer auf einen kindersicheren Modus zum Surfen umgeschaltet werden kann.

Das Angebot an kindersicheren Inhalten im Internet ist enorm. Damit können schon die jüngsten Surfer malen, lernen, spielen, hören und vieles mehr. Es ist wichtig, dass die Kinder von ihren Eltern lernen und mit ihnen üben, wie sie das Internet nutzen sollten. Medienerziehung sollte hier von Anfang stattfinden.

Tipp 6: Eigenes Benutzerkonto für das Kind

Für die Sicherheit und um das Surfverhalten besser kontrollieren zu können, eignet sich ein eigenes Benutzerkonto auf dem Computer. Die ganz Kleinen bis drei Jahre sollten noch nicht alleine surfen. Sie können zusammen mit den Eltern erste Erfahrungen sammeln und etwas auf der Tastatur tippen, Bildergeschichten oder Fotos betrachten oder per Videochat mit Familienangehörigen erzählen. Mehr als fünf Minuten am Tag sollten es jedoch nicht sein.

Tipp 7: Filter verwenden

Kinder zwischen vier und sechs Jahren können schon einfache Spiele spielen oder Seiten mit Bildern und Videos besuchen. Auch diese Altersgruppe sollte noch nicht alleine ins Internet. Zusätzlich können Filter dabei helfen den Zugang zu regulieren. Durch entsprechende Jugendschutzeinstellungen können die Kinder nur auf bestimmte, vorher ausgewählte Seiten zugreifen. In dieser Altersgruppe sollten es nicht mehr als 20 Minuten Internet pro Tag sein.

Kinder im Grundschulalter wünschen sich bereits ein eigenes Smartphone. Damit können sie Videoportale und soziale Netzwerke besuchen. Viele davon sind offiziell erst ab 13 Jahren nutzbar. Insbesondere bei Kindern zwischen sieben und zehn Jahren sollte sichergestellt sein, dass die Eltern während der Nutzung in Hörweite sind und ihrem Nachwuchs immer wieder auf den Bildschirm schauen. So können sie bei Problemen rasch eingreifen. Vor dem zehnten Lebensjahr sollten Kinder noch kein eigenes Smartphone haben.

Tipp 8: Auf dem Laufenden bleiben

Die Entwicklungen im Internet sind rasant. Dienste und Anwendungen verändern sich ständig, immer wieder gibt es etwas Neues. Hier ist es wichtig, dass Eltern ihren Kindern einen Schritt voraus sind und sich informieren. So können sie Gefahren und Risiken frühzeitig erkennen und die Kinder darüber aufklären. Kinder brauchen im Internet Hilfe, um sich zurechtzufinden und sich sicherer zu fühlen. Im Internet gibt es spezielle Seiten für Kinder. In der Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend „Ein Netz für Kinder“ finden Eltern sinnvolle Internetangebote für Kinder.

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