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350 Z: Viel Spaß für nicht ganz so viel Geld

(scht). Auf der Innenseite des Kofferraumdeckels im Nissan 350 Z Roadster befindet sich eine kleine Zeichnung. Sie zeigt, wie man am besten ein Golfbag im schmalen 130-Liter-Gepäckabteil verstaut. Das sagt schon viel aus über dieses Auto. Hier geht es nicht um Nutzwert, sondern um Lifestyle. Was aber nicht heißt, dass Geld keine Rolle spielt: Der Sportwagen kostet selbst in der höchsten Ausstattungsvariante weniger als 40000 Euro. Im Nobelroadster-Segment hat Nissan damit vom Start weg einen fast uneinholbaren Vorteil.

Der asiatische Kraftprotz versucht erst gar nicht, die deutsche Konkurrenz zu kopieren. Er ist eher ein lässiger Cruiser als ein gieriger Kurvenflitzer. Das hat mehrere Gründe: Der 350 Z orientiert sich am US-amerikanischen Markt. Dort schätzt man eher die Sänfte. Zudem bringt die offene Variante satte 110 Kilogramm mehr auf die Waage als das Coupé. Die Gewichtsverteilung von 53:47 Prozent ist nicht ganz optimal. Die Dämpferabstimmung könnte straffer sein. Das Heck kommt für die Klasse zu früh. Die Elektronik greift schon bei leichtem Schlupf rigoros ein und lässt das Roadster-typische Rutschen um die Ecken nur bedingt zu.

Das ist schade, denn Power genug hätte der 350 Z: Der hubraumstarke V6 leistet 280 PS und zieht über das volle Drehzahlband kräftig durch, ohne dass der voluminöse Roadster damit übermotorisiert wirkt. Vor allem aber überzeugt die 3,5-Liter-Maschine durch einen sehr individuellen Sound, der sich beim Offenfahren im untertourigen Drehzahlbereich besonders schön entfaltet. So macht Cruisen richtig Spaß. Gerne darf es allerdings auch etwas flotter zugehen. Auf der Autobahn bietet der 350 Z einen für das Segment vorbildlichen Komfort. Auch jenseits der 200-Stundenkilometer-Marke gleitet der Nissan im lang ausgelegten sechsten Gang erstaunlich ruhig und ohne störende Windeinflüsse dahin. Ein Windschott aus Glas, in den effektvoll das 350 Z-Logo eingeprägt ist, vermeidet unangenehme Zugluft. Das Stoffdach öffnet und schließt sich automatisch binnen 20 Sekunden; lediglich einen Griff muss man von Hand betätigen. Im Innenraum herrscht sportliche Sachlichkeit - ohne den Schuss Extravaganz, den man sich manchmal wünschen würde. Kunststoffe dominieren das Bild. Lediglich drei kleine Runduhren über der Mittelkonsole verbreiten Retro-Atmosphäre. Ein Handschuhfach sucht man vergebens. Stattdessen verfügt der 350 Z über ein abschließbares "Geheimfach" hinter dem Beifahrersitz, in das eine Aktentasche passt. Die orangefarbenen Ledersitze sind sportlich-eng geschnitten, bieten aber auch auf langen Strecken den nötigen Komfort. Novum in der Klasse: In die Rückenlehnen ist eine Art Stoffnetz eingearbeitet, so dass die Insassen kaum schwitzen, selbst wenn der Roadster vorher länger in der prallen Sonne stand.

Gute Serienausstattung

Im Grundpreis von 37550 Euro sind bereits Brembo-Bremsen, Xenonlicht, Klimaautomatik und Sechsfach-CD-Wechsler enthalten. So ein Preis-Leistungs-Verhältnis findet man selten in der Klasse der Edel-Roadster. Wer weitere Kaufargumente für den Herausforderer aus Japan sucht: Der Nissan 350 Z ist einer der wenigen Hingucker, mit dem man noch auffallen kann.

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