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Biedermann, der Raumstifter

Bild: AZ

(bju). Mit dem jetzt vorgestellten Touran ist Volkswagen angetreten, um den boomenden Markt für MPVs aufzurollen. MPV bedeutet Multi Purpose Vehicle, Mehrzweckfahrzeug also. Diese automobilen Tausendsassas, die allesamt mit großzügigem Raumangebot glänzen, haben in der Kompaktklasse (?Golf-Klasse?) bereits einen Marktanteil von rund 25 Prozent, mit steigender Tendenz. Spät ist VW auf diesen Zug aufgesprungen, der Touran soll nun verlorenen Boden gegenüber Konkurrenten wie dem beliebten Opel Zafira, dem Renault Megane Scénic oder diversen Modellen aus Fernost gutmachen.

Mit dem jetzt vorgestellten Touran ist Volkswagen angetreten, um den boomenden Markt für MPVs aufzurollen. MPV bedeutet Multi Purpose Vehicle, Mehrzweckfahrzeug also. Diese automobilen Tausendsassas, die allesamt mit großzügigem Raumangebot glänzen, haben in der Kompaktklasse (?Golf-Klasse?) bereits einen Marktanteil von rund 25 Prozent, mit steigender Tendenz. Spät ist VW auf diesen Zug aufgesprungen, der Touran soll nun verlorenen Boden gegenüber Konkurrenten wie dem beliebten Opel Zafira, dem Renault Megane Scénic oder diversen Modellen aus Fernost gutmachen.

Das Design des Neulings ist stimmig, aber auf der biederen Seite. Die Front erinnert an Polo oder Lupo, auch der Rest ist wenig aufregend. Im Lastenheft der VW-Gestalter standen Funktionalität und optimale Raumausnutzung der 4,39 Meter langen Karosserie im Vordergrund. Der Fahrer hat durch die erhöhte Sitzposition einen guten Überblick - leider nicht auf die abfallende Motorhaube.

In der Standardversion finden im Touran fünf Erwachsene bequem Platz. Die Sitze sind straff gepolstert und bieten guten Seitenhalt. Großgewachsene verfügen vorn wie hinten über ausreichend Kopf- und Beinfreiheit. Gegen einen Aufpreis von 595 Euro können zwei weitere, flach versenkbare Sitze geordert werden. Bei einem der Hauptkonkurrenten, dem Opel Zafira, ist die dritte Sitzreihe serienmäßig. ?Nicht jeder Kunde legt Wert auf sieben Sitzplätze?, heißt es dazu bei Volkswagen. ?Um mit dem Vorurteil aufzuräumen, dass VW keine umfangreiche Serienausstattung bietet?, so Marketing-Vorstand Detlef Wittig, kommt der Touran bereits in der Basisversion mit sechs Airbags, ABS, ESP inklusive Bremsassistent, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrischen Fensterhebern vorn und Radio mit CD-Spieler. Je nach Ausstattung besitzt der Touran bis zu 39 Ablagen für die Utensilien der Passagiere. Einige der etwa unter den Sitzen und an der Decke versteckten Fächer bestehen aus schnödem Hartplastik, harte Gegenstände erzeugen während der Fahrt ein billig klingendes Klappern.

Besonders stolz sind die Wolfsburger auf das variable Innenraumkonzept, will heißen im Touran sind die Sitze auf clevere Art falt-, klapp-, versenk-, verschieb- oder herausnehmbar. Bis zu 500 Varianten sollen möglich sein. Je nach Bedarf wandelt sich der Wagen so vom Personentransporter zum Lastenesel, der auch die sperrigsten Gepäckstücke wegsteckt.

Das Fahrwerk hinterließ bei ersten Testfahrten einen tadellosen Eindruck und zeigte sich jeder Situation gewachsen. In der Sprache der Ingenieure ist von einer Vorderachse nach dem Federbein-Prinzip mit unteren Dreieckslenkern und einer gänzlich neuen Hinterachse mit drei Querlenkern und einem Längslenker pro Seite die Rede. In der Praxis bedeutet dies schlicht, dass die Entwickler ihre Hausaufgaben gemacht haben, was nicht überrascht, soll doch das gleiche Fahrwerk ab Herbst die fünfte Auflage des VW-Millionensellers Golf auf eine solide Basis stellen. Die Federung ist markentypisch straff ausgelegt.

Zum Verkaufsstart am 14. März bietet VW den Touran in drei Motorisierungs-Varianten an. Der drehmomentstarke (320 Newtonmeter) 2-Liter-TDI mit Vierventil-Technik und 100 kW (136 PS) ist neu im VW-Programm. Bekannt und bewährt ist dagegen der 1,9-Liter-TDI mit 74 kW (100 PS). Der Dritte im Bunde, der 1,6-Liter-FSI mit 85 kW (115 PS), bewegt das 1420 Kilo schwere Fahrzeug zügig voran. Lediglich an Steigungen tut sich der Benzin-Direkteinspritzer etwas schwerer, was auch durchaus hörbar ist.

Erst ab Mai wird die preisgünstigste Motorisierung, ein herkömmlicher 1,6-Liter-Benziner mit 75 kW (102 PS), erhältlich sein. Im Oktober soll dann noch ein 150 PS starker 2,0-FSI folgen. Nach Angaben von Volkswagen sollen sämtliche Motoren die Abgasnorm EU 4 erfüllen und damit steuerbegünstigt sein. Alle TDI- und FSI-Modelle werden serienmäßig über ein Sechsgang-Getriebe geschaltet.

Optional ist ein Sechsgang-Automatikgetriebe (Tiptronic) erhäl lich. Ab Juni bietet VW auch das Sechsgang-Direktschaltgetriebe DSG an, das bisher nur im Golf R32 und im Audi TT V6 zu haben ist.

Noch ist der Saisonstart in weiter Ferne - die beste Zeit, sich der Helmpflege zu widmen.
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