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Den Cabrio-Coupés ist jedes Wetter recht

(Z). 70 Jahre hat es gedauert, jetzt setzt sich die Idee immer vehementer durch. 1934 entstand der erste Peugeot mit elektrisch versenkbarem Klappdach. Doch es blieb eine exklusive Sache. Nur 680 Peugeot Eclipse 401, 402 und 601 verließen die französische Fabrik.

70 Jahre hat es gedauert, jetzt setzt sich die Idee immer vehementer durch. 1934 entstand der erste Peugeot mit elektrisch versenkbarem Klappdach. Doch es blieb eine exklusive Sache. Nur 680 Peugeot Eclipse 401, 402 und 601 verließen die französische Fabrik.

Heute befassen sich immer mehr Hersteller mit offenen Fahrzeugen. Ihnen ein stählernes Allwetterdach zu verpassen, gewinnt an Beliebtheit, so dass sich die Verwandlungskünstler der Cabrio-Coupés allmählich zu einem eigenen Fahrzeugsegment entwickeln. Allein vom 206 CC, in Europa das meistverkaufte Cabrio überhaupt, wurden mittlerweile bereits 250000 Einheiten gefertigt, ein Fünftel davon läuft auf deutschen Straßen. Zusammen mit dem neuen 307 CC dürften in diesem Jahr weitere 25000 hinzukommen. Trotz konjunkturbedingter Marktverengung werden immer mehr Cabrios gekauft. Der Schwerpunkt des Geschäftes dürfte dabei weiterhin bei den mittleren Preislagen liegen.

Hier hat Peugeot einen großen Vorsprung. Beim Sondermodell Filou wird das CabrioCoupé-Vergnügen schon ab 16990 Euro möglich gemacht. Das Konzept ist überall gleich: Das mehrteilige Dach samt Glas-Heckscheibe verschwindet auf Knopfdruck in 20 bis 30 Sekunden unter einer großen Kofferraumhaube, die Seitenscheiben werden versenkt oder wieder hochgefahren. Der Mechanismus löst aber erst dann aus, wenn das Abdeckrollo im Kofferraum ausgezogen und eingerastet ist, es kennzeichnet die Packhöhe und garantiert genügend Platz für das zusammengeklappte Dach. Allerdings reduziert sich dann das Kofferraumvolumen von 410 auf 175 Liter - - beim Offenfahren müssen einige Gepäckstücke also auf die Rücksitze.

Der Klappmechanismus wurde ständig weiter verfeinert. Muss man beim 206 CC noch zwei Hebel an der Windschutzscheibe entriegeln, so geschieht dies beim 307 CC bereits vollautomatisch. Sein Kofferraum fasst mindestens 204 und höchstens 350 Liter, dafür gibt es mehr Platz auf den Rücksitzen, die auf kurzen Strecken auch wirklich zum Sitzen ausreichen. Im Vergleich zu den jeweiligen Limousinen sind die Cabrio-Coupés wegen Versteifungen und Verstärkungen um rund 50 bzw. 80 Kilogramm schwerer. Neben einer die Karosseriefestigkeit erhöhenden Trennwand verfügt der 307 CC über ausfahrbare Überrollbügel in den hinteren Kopfstützen. Beide Dachsysteme funktionieren über Impulsgeber, Elektropumpen, Hydraulikzylinder und mehrachsige Scharniere - - ein kleines Wunderwerk, mittlerweile aber bewährt.

Das Fahrgefühl im ab 24500 Euro angebotenen 307 CC ist deutlich luxuriöser. Hinter der über die Köpfe hinwegreichenden, extrem geneigten Windschutzscheibe herrscht Windstille, sofern man sich ein Windschott leistet (kostet 316 Euro extra). Der 2,0-Liter-Vierzylinder mit 136 PS wirkt weniger kernig als der auf immerhin 177 PS Leistung gebrachte, gleich große Motor im 307 CC Sport 180 für 28500 Euro (Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 9,5 Sekunden, Spitze 225 km/h, Normverbrauch 8,8 Liter Super). Das Automatikgetriebe (1350 Euro) gibt es nur für das Grundmodell.

Peugeot behauptet, dass das in Großserie gefertigte Stahlverdeck nicht mehr kostet als ein mehrlagiges Stoffverdeck. Im Nu verwandelt es das offene Auto in ein winterfestes geschlossenes Fahrzeug. Und da der Frontantrieb auch bei Glätte, Schnee und Matsch sichere Traktion garantiert, sind beide Modelle richtige Ganzjahresautos. Weil für den neuen 307 CC schon jetzt 6000 Bestellungen vorliegen, braucht Peugeot auch um den Erfolg des luxuriöseren Modells nicht bange zu sein. Käufer dieses Wagentyps sind ebenso intelligent wie anspruchsvoll: Schon beim 206 bestellten 83 Prozent den stärkeren Motor, beim 307 entscheiden sich 78 Prozent für Lederausstattung, Gepäckträger, Sportauspuff und Alufelgen werden von vornherein gerne mitbestellt.

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