1. Startseite
  2. Themenwelten
  3. Auto & Verkehr
  4. Die Technik steht, das Design noch nicht

Auto & Verkehr

Anzeige

Die Technik steht, das Design noch nicht

(tge). Nachdem BMW den X5 lange vor Porsche und VW als sportlichen Geländewagen etabliert hat, holen die Bayern jetzt zum nächsten Schlag aus. Denn noch bevor die Wettbewerber aus dem deutschen Oberhaus ihr Allrad-Programm nach unten erweitern können, stellt BMW im Januar in Detroit das xActivity Concept ins Rampenlicht. Der ebenso hochbeinige wie luftige Geländekombi ist zwar im Detail noch ein gutes Stück von der Serie entfernt, gibt aber schon einen relativ konkreten Ausblick auf den X3, den BMW im nächsten Herbst ins Rennen schicken möchte.

Der 4,55 Meter lange Blickfang, den BMW in die selbst definierte Kategorie der "Sports Activity Vehicles" einreihen möchte, basiert auf dem aktuellen 3er, hat aber mit dem zivilen Bestseller außer dem 3.0-Liter-Reihen-Sechszylinder und der Plattform nicht mehr viel gemein: Schon die Front trägt mit einem massiven Stoßfänger und neu geformten Scheinwerfern die ganz eigenen Züge eines modernen Outdoor-Looks.

Wirklich neue Wege geht die Studie aber vor allem in der Flanke und am Heck. Denn statt die eines geschlossenen Kombis haben die Bayern ein so genanntes Rahmencabrio auf die wuchtigen Räder gestellt. B- und C-Säule fehlen dabei völlig, und alle Seitenscheiben lassen sich komplett versenken, so dass lediglich die Scheitellinie als Dachkante stehen bleibt. Wer auch noch die Glaselemente im Himmel ausbaut und auf den oberen Teil der Heckklappe verzichtet, sitzt beinahe im Freien.

Neues Beladesystem

Zwar schmeckt dieses Karosseriekonzept schon auf den ersten Blick nach Freiheit und Abenteuer. Doch den Weg in die Serie wird die Open-Air-Lösung vorerst wohl ebenso wenig finden wie die auffälligen, sehr robusten Materialien für die Innenraumverkleidung. Viel besser stehen da die Chancen für das unkonventionelle Beladesystem: Wer die geteilte Heckklappe öffnet, zieht automatisch den Boden des Kofferraums ein Stück nach vorn und kommt so viel leichter an sein Gepäck. Doch transportiert werden in einem Sport Activity Vehicle freilich keine schnöden Koffer und Taschen, sondern Mountainbikes, Surfbretter oder Snowboards, für die es selbstverständlich spezielle Befestigungssysteme gibt.

Während außen das Team um Chefdesigner Chris Bangle noch Stimmungen einfängt und mal wieder ganz bewusst provoziert, sind die Techniker schon relativ weit. Denn sowohl der vom 3er entlehnte Sechszylinder als auch der mehr oder minder direkt vom X5 übernommene Allradantrieb mit samt seinen elektronischen Regelsystemen dürften schon ziemlich dem Serienstand entsprechen. Viel Zeit für tiefgreifende Modifikationen bleibt ohnehin nicht mehr. Denn spätestens auf der IAA in Frankfurt im September 2003 muss der endgültige X3 seinen Einstand geben, wenn der den Allradlimousinen von Audi, Mercedes oder VW im nächsten Winter davon fahren soll.

Noch ist der Saisonstart in weiter Ferne - die beste Zeit, sich der Helmpflege zu widmen.
Motorradpause

Winterzeit für die Helmpflege nutzen

Das könnte Sie auch interessieren