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Endlich wieder ein echter Alfa

Foto: firma fiat

(chk). Der große Zulassungs-Knüller wird der GT nicht werden, dazu ist der Markt für Sportcoupés zu überschaubar. Dennoch ist Alfa Romeos jüngstes Kind für die Italiener sehr wichtig: Angesichts rückläufiger Zulassungszahlen beim 156 und eines nicht sehr stark nachgefragten 166 war es höchste Zeit für ein neues Serienmodell, das die Kernkompetenzen von Alfa verkörpert: Leistung und Technik. Immerhin 20000 GT will man in diesem Jahr verkaufen, davon 3600 in Deutschland.

Der große Zulassungs-Knüller wird der GT nicht werden, dazu ist der Markt für Sportcoupés zu überschaubar. Dennoch ist Alfa Romeos jüngstes Kind für die Italiener sehr wichtig: Angesichts rückläufiger Zulassungszahlen beim 156 und eines nicht sehr stark nachgefragten 166 war es höchste Zeit für ein neues Serienmodell, das die Kernkompetenzen von Alfa verkörpert: Leistung und Technik. Immerhin 20000 GT will man in diesem Jahr verkaufen, davon 3600 in Deutschland.

Die Vorfreude auf das knackige Coupé scheint beträchtlich zu sein. Noch bevor das Auto in diesen Tagen offiziell bei den Händlern vorgestellt wurde, waren hierzulande bereits 1200 Exemplare verkauft. Die Konkurrenz, von der sich Alfa die Kunden holen will, ist klar: "Wir zielen auf die Aufsteiger aus dem sportlichen Segment", sagt der neue Fiat-Vorstandsvorsitzende, Stephan Winkelmann. "Die fahren zum Beispiel einen Audi A3 oder einen BMW 3er Compact."

Bei diesen Mitbewerbern liegt die Messlatte natürlich hoch, doch nach den ersten Fahreindrücken muss der Italiener den Vergleich zumindest in puncto Fahrleistungen nicht scheuen. Bereits der 2.0-Benzin-Direkteinspritzer gibt sich außerordentlich agil, verlangt zwar nach Drehzahl, lässt sich dann aber auch zügig bis 216 km/h beschleunigen. Der Normverbrauch von 8,7 Litern ist akzeptabel. Lenkung, Fahrwerk und Bremsen sind einem sportlichen Auto angemessen, der Wendekreis dürfte aber etwas kleiner sein.

Traktionskontrolle serienmäßig

Das optionale Sportfahrwerk in der Topversion 3.2 V6 24V ist deutlich härter, der Motorisierung aber angemessen. Bei nasser Fahrbahn haben die Vorderräder Mühe, die 240 PS des Sechszylinders auf die Straße zu übertragen. Die Traktionskontrolle (in allen Varianten ebenso wie ein Stabilitätssystem Serie) greift häufig, aber sanft ein. Die Soundkulisse, die dieses Triebwerk - das in etwas anderer Auslegung auch im Alfa 156 GTA zum Einsatz kommt - entwickelt, ist ebenso imposant wie die Leistungsentfaltung bis hart an die Drehzahlgrenze. Knapp 13 Liter Normverbrauch sind allerdings ein bekanntes Leiden der Alfa-Sechszylinder; bei Fahrten auf der Autobahn lässt sich der Durst dieses Modells bei scharfer Fahrweise problemlos auch auf 15 bis 17 Liter steigern.

Wesentlich günstiger ist man mit dem 1.9 JTD unterwegs. Dank zahlreicher Modifikationen leistet er im GT 150 PS, zehn mehr als die bisher bekannte Version. Das reicht allemal für zügige Fortbewegung, und der Durchschnittsverbrauch kann sich mit 6,7 Litern sehen lassen. So erwartet Alfa auch rund 40 Prozent Dieselanteil beim GT. Allerdings erreicht der 1.9 JTD bisher nur die Schadstoffnorm Euro3. Über Veränderungen am Motor oder mit einem Partikelfilter will man aber spätestens bis Jahresende Euro4 schaffen.

Trotz des zur Verfügung stehenden Diesel-motors ist der GT zweifelsohne ein reinrassiges Sportcoupé, auch wenn der Hersteller betont, mit dem Auto auch das Segment der Limousinen abdecken zu wollen. Dazu ist der GT allerdings im hinteren Bereich zu eng geschnitten, größere Mitfahrer haben auf den Rücksitzen zwar ausreichend Bein-, aber zu wenig Kopffreiheit, um wirklich bequem zu sitzen. Die Kopfstützen im Fond sitzen bei Erwachsenen eher in Nackenhöhe. Positiv ist die umlegbare Rückenlehne, sodass zumindest für den Urlaub zu zweit mehr als ausreichend Gepäck mitgenommen werden kann.

Der Innenraum wirkt insgesamt alfa-typisch elegant und sportlich, bei den verwendeten Materialien könnte aber teilweise noch nachgebessert werden. Mancher verbaute Kunststoff fühlt sich hart an und sieht nicht wertig aus. Wer Zeit (und Geld) hat, kann aber auf die "Luxury"-Ausstattungsversion warten, die im Laufe des Jahres zu haben sein wird. Bis hin zur Armaturenbrett-Abdeckung wird dann edelstes Leder verwendet.

Die Serienausstattung ist respektabel. Sportsitze, CD-Radio mit acht Lautsprechern, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und 16-Zoll-Leichtmetallräder gibt es immer. Unverständlich scheint allerdings, dass bei der schlechten Übersichtlichkeit nach hinten, die dem schicken Heck geschuldet ist, Einparksensoren 350 Euro extra kosten. Ansonsten hat man aber für knapp 27000 Euro in einem sportlichen Auto alles an Bord, was man braucht.

Um den Einstieg in die GT-Welt zu erleichtern, wird Alfa im Laufe des Jahres einen 1.8-Liter-T.Spark-Motor nachschieben. Die Zeichen stehen auch gut, dass spätestens in einem Jahr auch der neue 2.4-Liter-Diesel, wie er im 166 verbaut wird, zum Einsatz kommt.

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