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M-Klasse: Der kultivierte Kraftprotz

Bild: AZ

(Z.). Vor acht Jahren blühte der Markt für Importeure. Die damals brandneue M-Klasse, in Tuscaloosa (USA) auf die Räder gestellt, wurde hierzulande erst Monate später und mit erheblichen Lieferzeiten eingeführt. Sie übertraf alle Erwartungen: 60 000 Fahrzeuge waren projektiert, zehn Mal so viel wurden gebaut, über 300 000 gingen nach Amerika. Der Erfolg der M-Klasse basierte also vor allem auf ihrer Akzeptanz in Nordamerika.

Auch das neue Konzept ist darauf ausgerichtet. Auf den ersten Blick vertraut, zeigt sich das Auto mit betonten Radhäusern und prägnanten Linien jetzt profilierter und stattlicher. Es ist um 15 Zentimeter länger, um sieben Zentimeter breiter und fünf Millimeter niedriger, der Radstand wuchs um 95 Millimeter. Entsprechend großzügiger untergebracht sind Passagiere und Gepäck (551/­2050 Liter) ­ aber, siehe da: Das Auto ist leichter. Der Grund: Der schwere Leiterrahmen ist einer selbsttragenden, crashfesteren Karosserie gewichen. Schon das signalisiert, dass die M-Klasse neu erfunden wurde.

Auch die Motoren sind eine Generation reifer: Es gibt die Varianten 320 CDI mit 224 PS für 48  662 Euro, ML 350 Benziner mit 200 kW (272 PS) für 47 966 Euro und das ab Oktober lieferbare Basismodell ML 280 CDI mit 190 PS für 46 342 Euro. Aus der S-Klasse kommt der ML 500 mit 306 PS für 63 220 Euro. Zusammen mit dem aerodynamischen Feinschliff des Aufbaus sollen die sehr kultivierten Motoren bis zu zehn Prozent Kraftstoff sparen.

Die neue M-Klasse sieht sich als Allrounder, bei dem man jetzt zwischen zwei Versionen wählen kann: dem Grundtyp mit permanentem Allradantrieb, Brems- und Anfahrtsassistent und Offroad-ABS und dem geländegängigeren Offroader mit Luftfederung, Untersetzungsgetriebe, sperrbarem Zentraldifferenzial und Verteilergetriebe hinten. Mit dabei ist auch ein robuster Unterfahrschutz und die Downhill Speed Regulation, die das Fahrzeug bergab auf 4 km/h einbremst. Diese für Offroadfreaks gedachte Version bringt geländegerechte 29 Zentimeter Bodenfreiheit und 60 Zentimeter Wattiefe und kostet im Offroad-Paket 3700 Euro mehr (dazu kommen dann noch die Geländereifen). So bestückt, konnten auch Testversuche in schwererem Gelände zufrieden stellen.

Auf der Straße zeigt sich das Auto als souveräner Geradeausläufer mit verstellbaren Federwegen, aber auch mit fühlbarer Wankneigung in scharf gefahrenen Kurven. Die bisherige Fünfstufenautomatik weicht der 7G-Tronic. Ähnlich der in Amerika beliebten Lenkradschaltung wird durch einen Wählhebel am neuen 4-Speichen-Multifunktionslenkrad geschaltet, das den Blick auf fast klassisch anmutende Rundinstrumente frei gibt.

Mit Crashboxen vorne und hinten, aktiven Kopfstützen, Presafe und perfekter Airbagbestückung rundum toppt das Auto selbst amerikanische Sicherheitsvorschriften.

Zu begrüßen ist, dass Rußpartikelfilter jetzt zur Serienausrüstung gehören und, wie bei Toyota und Lexus, dem abgas- und verbrauchsmindernden Hybridantrieb höchste Priorität eingeräumt wird. Die höheren Preise erklären sich zum Teil aus den stärkeren Motoren, der serienmäßigen Siebengang-Automatik und letztendlich aus der hochwertigeren Interieurgestaltung, bereinigt beträgt der Aufschlag rund drei Prozent. Insgesamt hat das gewachsene Mercedes-Kraftmobil den Auftakt eines ereignisreichen Modelljahres mit neuer S-Klasse, mit B- und R-Klasse eindrucksvoll gemeistert.

Den neue KIA Sorento findet man im Autohaus Mayrhörmann in Diedorf-Biburg.
Autohaus Mayrhörmann

Variabel und kraftvoll: Der neue KIA Sorento

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