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Nissan 370Z: Im Zeichen des Zorro

Nissan 370Z: Im Zeichen des Zorro
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Nissan 370Z: Im Zeichen des Zorro
Bild: DPA

Hamburg (dpa-infocom) - "Z": Wo man diesen Buchstaben sieht, ist Vorsicht geboten. Das gilt nicht nur für den spanischen Landadel in Zeiten von Zorro, sondern auch für die Überholspur hiesiger Autobahnen.

Die Flitzer-Ikone aus Asien kehrt zurück

Seit fast 40 Jahren prangt dieser Letter am Heck eines potenten Zweitürers aus Japan. Er hat es mit leidenschaftlichem Design und ambitionierten Fahrleistungen nicht nur zur Ikone der Asien-Flitzer geschafft, sondern gilt seinem Hersteller auch als erfolgreichster Sportwagen aller Zeiten: der Nissan Z. Sechs Jahre nach dem Comeback der Legende wurde der Sportler so gründlich überarbeitet, dass die Japaner ihn als sechste Generation in die Ahnenfolge aufnehmen. In den Handel kommt er mit dem neuen Typenkürzel 370Z im Sommer. Die Preise beginnen bei 38 690 Euro.

Ein Kraftakt zum Generationswechsel

Wie es sich für einen Sportwagen gehört, hat der Z nun noch mehr Kraft. Weil sie den Hubraum auf 3,7 Liter erweitert haben, holen die Japaner aus dem V6-Motor nun 241 kW/331 PS und bis zu 366 Newtonmeter. Während der Sechszylinder beim gemütlichen Cruisen gelassen brabbelt, genügt ein Gasstoß, um ihn aus seiner Lethargie zu wecken. Aus den dicken Endrohren dröhnt wildes Fauchen, im Cockpit blitzt die rote Warnleuchte des Drehzahlmessers wie das Blaulicht eines Streifenwagens, und kaum fünf Sekunden später schnellt die Tachonadel über die 100er Marke. Dabei hat man das Gefühl, der scharfe Ritt auf Messers Schneide könne endlos weitergehen, wenn die Elektronik nicht bei 250 km/h sanft den Hahn zudrehen würde.

Mehr Leistung, aber weniger Verbrauch

Bei all dem Vergnügen bleibt die Vernunft nicht auf der Strecke: Natürlich ist ein Sportwagen kein Spritsparmodell. Doch stehen dem Leistungsanstieg um etwa fünf Prozent immerhin elf Prozent weniger Verbrauch gegenüber. Mit genügend Selbstbeherrschung schafft man deshalb einen Schnitt von 10,5 Litern. Neu sind außer dem Motor auch die Getriebe: Neben der erstmals für Europa verfügbaren Automatik haben die Ingenieure eine spezielle Elektronik für die knackige Sechsgang-Schaltung entwickelt. Sie kompensiert die Drehzahlunterschiede beim Herunterschalten mit einem kurzen Gasstoß. Das macht die Gangwechsel harmonischer und schneller und verschafft dem Fahrer jedes Mal aufs Neue eine nette Gänsehaut. Nur im Stadtverkehr wirkt die Funktion ein bisschen albern - aber deshalb kann man sie auch abschalten.

Besserer Stand für mehr Wendigkeit

Doch Nissan hat nicht nur am Antrieb gefeilt. Zugunsten der Fahrfreude haben die Japaner auch so tief ins Blech gegriffen, dass sich Radstand und Spurweite ändern. Die Achsen stehen zehn Zentimeter näher beieinander und die Räder bis zu sechs Zentimeter weiter auseinander. Das gibt dem Sportwagen einen stabileren Stand und macht ihn spürbar wendiger. Weil zudem der Schwerpunkt nach unten rückt und ihn Alu-Bleche für Hauben und Türen 32 Kilogramm leichter machen, schneidet der 370Z nun so leicht und präzise durch die Kurven wie Zorros Klinge durch den Mantel seiner Gegner.

Ein Design mit scharfen Schnitten

Mit scharfen Schnitten haben auch die Designer gearbeitet und den Wagen gründlich modernisiert: Das Heck ist knackiger denn je, die Flanke bleibt athletisch und kraftvoll und das Gesicht wirkt mit dem stieren Blick der serienmäßigen Xenon-Leuchten nun so böse, dass der Vordermann freiwillig Platz macht, wenn der Nissan im Rückspiegel auftaucht. Außerdem gibt es ein paar nette Spielereien: Die Leuchten an Front und Heck sind zackig wie ein Z, und die seitlichen Blinker lassen nun die Typenbezeichnung strahlen.

Innen mehr Platz und mehr Prestige

Deutlich aufgewertet wurde auch der Innenraum, der nun mehr Schulter- aber weniger Beinfreiheit bietet. Die Materialauswahl zeugt von mehr Liebe zum Detail, das fest mit dem Lenkrad verbundene und deshalb schwenkbare Cockpit wirkt wie ein mechanisches Präzisionsinstrument, und auf Wunsch gibt es nun ein ordentliches Navigationssystem samt Einparkhilfe und Rückfahrkamera. Außerdem haben die Japaner trotz der beschnittenen Länge das Kofferraumvolumen von 235 Litern gerettet und durch den Verzicht auf die sogenannte Domstrebe obendrein das Beladen erleichtert.

In der sechsten Auflage hat die japanische Sportwagenlegende noch einmal deutlich an Reiz gewonnen. Das Design passt in die Zeit, die Verarbeitung ist besser geworden, und der im Durst gezügelte Antrieb hat noch nie so viel Spaß gemacht wie heute. Zwar kommt der 370Z trotz allem nicht an Prestige und Präzision eines Porsche Cayman heran - doch dafür ist der schnelle Schwabe bei vergleichbarer Leistung ja auch mehr als 20 000 Euro teurer.

Neben reflektierender Kleidung ist auch eine ausreichende Beleuchtung am Fahrrad wichtig. Besonders gut eignen sich dafür leistungsstarke LED-Leuchten.
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