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Rio: Fit gemacht für den Preiskampf

(Z.). Billigautos sind gefragt. Wie passt man ein bestehendes Modell fallenden Marktpreisen an? Kia macht es vor und bringt den neuen Rio mit einer um 23 Zentimeter verkürzten Karosserie. Er ist sicher kein Auto für Schönheitswettbewerbe, aber praktisch und brav gemacht: vier Türen, breite Heckklappe und genügend Platz auf den Rücksitzen, obwohl das Wägelchen schön niedrig geblieben ist.

Und wie nicht anders zu erwarten: Kia keilt mit dem Kompaktmodell ganz offensichtlich über den Preis, denn die Einstiegsversion Base bleibt deutlich unter 10 000 Euro. Allerdings muss man Einschränkungen akzeptieren: ESP gibt es erst beim Rio EX serienmäßig. Der kostet 11 710 Euro, verwöhnt seine Insassen dafür aber mit Klimaanlage, CD-Wechsler und Radio. Den Base kann man für 700 Euro mit ESP und aktiven Kopfstützen sicherer machen.

Der Motor des Grundmodells hat jetzt etwas Hubraum und ein paar PS mehr. Wegen seines höheren Gewichts ist es aber kaum temperamentvoller. Bis es seine Spitze von 173 km/h erreicht, vergeht geraume Zeit. Das Geräuschniveau des Vierventilers bleibt im Rahmen. Lenkung und Schaltung sind genügend präzise und die Federung zeigt sich so lange angenehm, wie man den Wagen nicht voll belastet. Der Verbrauch ist weiter gesunken, nach wie vor reicht Normalbenzin.

Dass der neue Rio kompakter geworden ist, merkt man am erheblich reduzierten Kofferraumvolumen (vorher 449 bis 1277, jetzt 272 bis 1107 Liter). Aber da haben ihm seine Marktbegleiter nichts voraus. Denn jetzt spielt der Koreaner nicht mehr in der Golf-Klasse, sondern kämpft mit Polo & Co. um Marktanteile. Bei der Innenausstattung überwiegen Kunststoffe der einfacheren Art, die sparsame Instrumentierung ist funktionell, die Sitze bieten allerdings kaum Seitenhalt, auch wenn dem Fahrer eine Armlehne spendiert wurde. Sechs Airbags einschließlich Kopfairbags und elektrische Fensterheber vorn und hinten zeigen, dass aber nicht überall gespart wurde.

Die einfache Viergang-Automatik bleibt der 1,6-Liter-Version vorbehalten (112 PS, 0­100 in 10,2 Sekunden, Spitze 188 km/h, ab 12 910 Euro). Der 1,5 Liter Diesel (ab 13 610 Euro) kann ab Frühjahr für etwa 280 Euro mit einem Partikelfilter nachgerüstet werden. Der Hersteller gewährt drei Jahre Garantie ohne Kilometerbegrenzung, eine ebenso lange Mobilitätsgarantie und sechs Jahre Garantie gegen Durchrostung. Das neue Modell steht ab sofort in den Showrooms der auf 520 Händler gewachsenen Kia-Organisation.

Stärkstes Wachstum

Europaweit konnte der koreanische Produzent bis Ende Juli 160 000 Fahrzeuge verkaufen, das sind 61 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. In Deutschland ist Kia sogar die Marke mit dem stärksten Wachstum. Dennoch sei auf einen gravierenden Mangel hingewiesen: Ein durchgängiges Markengesicht fehlt, und das hat zur Folge, dass die Wiedererkennung nicht funktioniert.

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