Auto & Verkehr

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Studie: Autos werden teurer

Die Pläne von EU-Kommissar Monti für einen freien Autohandel innerhalb Europas stoßen nicht nur bei den Autokonzernen auf Kritik. Eine Untersuchung des Instituts für Automobilwirtschaft der Fachhochschule Nürtingen kommt zu dem Ergebnis, dass durch die geplante Regelung die Preise für Neuwagen steigen könnten.

Augsburg (jok).

In dem 32-seitigen Papier heißt es, dass es entgegen Montis Ankündigungen zu "keiner nachhaltigen Preissenkung" durch mehr Wettbewerb kommen werde. Die Studie geht durch den für Herbst geplanten grenzüberschreitenden Handel von um rund 15 Prozent steigenden Vertriebskosten bei den Herstellern und höheren Marketing- und Verkaufskosten im Handel aus. Außerdem werde die Absatzplanung schwieriger und die Autokonzerne müssten mehr Geld für Werbung ausgeben, da durch einen Vertrieb von mehreren Marken in einem Autohaus "keine eindeutige Abgrenzung zu den Wettbewerbern mehr möglich" sei. Pro Fahrzeug könnte es laut Diez zu einem Preisanstieg von 350 Euro kommen.

Monti verteidigte gestern seine Pläne zur Neuordnung des Kfz-Vertriebs. Er setzt weiter darauf, dass über einen stärkeren Wettbewerb die Preise in Ländern wie Deutschland sinken werden, in denen Neuwagen vergleichsweise teuer sind. Am 17. Juli will der EU-Kommissar die endgültige Regelung präsentieren.

Nach Informationen unserer Zeitung wird Monti der Autobranche eine längere Übergangsfrist einräumen als bisher geplant. Die Rede ist von einem Zeitraum bis 2004. Monti beharrt allerdings darauf, dass der freie Handel kommt. Der Bobinger EU-Verkehrsexperte Ferber (CSU) hält dies für einen tragbaren Kompromiss.Wirtschaft

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