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Tückischer Seitenwind

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Tempo runter und gefühlvoll gegenlenken

Besonders anfällige Abschnitte wie etwa Brücken sind oft mit Windsäcken bestückt, an deren Stand sich die Winrichtung ablesen lässt.
Bild: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Mit starkem Wind und Sturm müssen Autofahrer im Herbst und im Winter öfter rechnen. Mit hektischem Gegenlenken wird es allerdings oft gefährlich. Wie reagiert man am Steuer richtig?

Stürmisches Wetter und Seitenwind sind gefährlich für Autofahrer. Tempo rausnehmen und das Lenkrad gut festhalten, sind die ersten Gegenmaßnahmen, rät der Tüv Süd. Tabu sind extreme Lenkbewegungen, um der Kraft des Windes entgegenzuwirken.

Das kann zu Unfällen führen, wenn der Luftstrom plötzlich wieder abreißt. Daher stets gefühlvoll und kontrolliert gegenlenken. Das ist allerdings bei gleichmäßigem Seitenwind einfacher, als auf heftige Böen zu reagieren, die unregelmäßig am Auto zerren.

Grundsätzlich kann die Windkraft ein Auto stark zur Seite abdrängen. Wie weit? Das hängt von der Windgeschwindigkeit und vom Tempo des Fahrzeugs ab. Trifft eine Böe mit 70 km/h auf ein Auto bei Tempo 100, kann es sich um einen Meter versetzen, bei Tempo 130 seien es schon bis zu vier, nennt der Tüv Süd Beispiele. Daher ist gedrosseltes Tempo auch so wichtig. Je empfindlicher das Auto reagiert, desto stärker muss der Fuß vom Gas.

Besonders anfällig sind Fahrzeuge mit großer Angriffsfläche wie etwa Busse, Lastwagen, Wohnmobile, Geländewagen und Autos mit Dachboxen. Beim Überholen solcher Autos gilt bei starkem Wind besondere Vorsicht, wenn man aus dem Windschatten gerät und vom Seitenwind erfasst wird. Woher der Wind kommt, lässt sich zum Beispiel an der Neigung der im Wind wehenden Bäume und Büsche erkennen. Auch sind besonders anfällige Passagen wie etwa Brücken und Hochebenen oftmals mit Warnschildern oder Windsäcken gekennzeichnet.

© dpa-infocom, dpa:201208-99-614702/2 (dpa)

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