Newsticker

München überschreitet Corona-Grenzwert
  1. Startseite
  2. Themenwelten
  3. Auto & Verkehr
  4. Wildern im ertragreichen Revier

Auto & Verkehr

Anzeige

Wildern im ertragreichen Revier

Bild: Agentur

(scht). Nahezu alle Autohersteller drängen in das Segment der Kompaktvans. Marktforscher erwarten, dass die Klasse in diesem Jahr einen Marktanteil von sechs Prozent erreicht. Dabei geht der Trend klar vom Fünf- zum Siebensitzer. Toyota ist nicht der erste Fahrzeugbauer, der den Braten gerochen hat. Im Gegenteil. Im Segment der großen Marktchancen tummelt sich bereits die Konkurrenz: Ford Focus C-Max, Mazda Primacy, Renault Scénic, Citroën Xsara, am Rande auch der Opel Zafira und der VW Touran.

Nahezu alle Autohersteller drängen in das Segment der Kompaktvans. Marktforscher erwarten, dass die Klasse in diesem Jahr einen Marktanteil von sechs Prozent erreicht. Dabei geht der Trend klar vom Fünf- zum Siebensitzer. Toyota ist nicht der erste Fahrzeugbauer, der den Braten gerochen hat. Im Gegenteil. Im Segment der großen Marktchancen tummelt sich bereits die Konkurrenz: Ford Focus C-Max, Mazda Primacy, Renault Scénic, Citroën Xsara, am Rande auch der Opel Zafira und der VW Touran.

Wer in diesem Revier wildern will, muss etwas mehr zu bieten haben. Vor allem Renault hat mit dem neuen Grand Scénic (Bericht folgt) Maßstäbe hinsichtlich Platzangebot und Komfort gesetzt. Toyota kontert mit dem Corolla Verso, der von allen in Deutschland derzeit angebotenen Kompaktvans den größten Radstand - 2,75 Meter - habe. Das stimmt. Allerdings zieht der Corolla Verso mit 4,36 Metern bei der Gesamtlänge im Vergleich zum Grand Scénic (4,46 Metern) klar den Kürzeren. Das geht natürlich zu Lasten des Platzangebots; vor allem beim Kofferraum.

Aber größer ist nicht gleich besser. Man muss dem Verso zugute halten, dass er seine 4,36 Meter nahezu optimal ausnutzt. Den entscheidenden Anteil daran hat das "Easy-7"- Sitzkonzept. Die Sitze der zweiten und dritten Reihe können mit einem einzigen Handgriff umgeklappt beziehungsweise unsichtbar im Boden versenkt werden. So entsteht ein völlig ebener Gepäckraumboden, auf dem ein Laderaumvolumen bis Dachhöhe von bis zu 1563 Litern aufbaut. Es müssen weder Sitze ausgebaut noch Kopfstützen entfernt werden. Insgesamt 32 Sitzvarianten lassen sich so kinderleicht verwirklichen.

Das Platzangebot nimmt nach hinten ab. Während die mittlere Sitzreihe auch drei Erwachsenen noch ausreichend Platz gewährt, sind die hinteren Stühle eher für Kinder geeignet. Zweites Problem: Wenn sieben Passagiere im Corolla Verso sitzen wollen, bleibt vom Kofferraum nicht viel übrig. Nur wenn die dritte Sitzreihe nicht benötigt wird, steht ein akzeptables Kofferraumvolumen von 423 Litern zur Verfügung.

Das Design fällt nicht durch besonderen Mut auf. Mit viel gutem Willen kann man es als sportlich bezeichnen. Es überwiegt die schlichte Funktionalität. Im Interieur gefallen die sehr schicke Mittelkonsole und die in Aquamarin gehaltenen Instrumente. Witzig in dieser Klasse: Ein Druck auf den Starterknopf, und der Motor springt an.

Den Corolla Verso gibt es in vier Ausstattungsstufen (Verso, Luna, Sol und Executive), wobei das Basismodell für 19600 Euro leider nur fünf Sitze an Bord hat. Die Preise für den Sieben-Sitzer beginnen bei 20950 Euro. Und erst die höchste Ausstattungslinie "Executive" (ab 25600 Euro) wartet mit einigen echten Highlights auf: Navigationssystem, DVD-Entertainment-System mit zwei Bildschirmen in den Kopfstützen der Frontstütze oder die europaweit einmalige Frontkamera mit Seitenblickfunktion, die den Verkehrsraum links und rechts seitlich vor dem angesteuerten Parkhaus überwacht und das Bild auf den Monitor des Navigationssystems überträgt. Das kann eine Hilfe beispielsweise bei engen Parkhaus-Ausfahrten darstellen. Ganz ausgereift ist das System noch nicht. Es reichen Schmutzpartikel oder Regentropfen auf der Linse, und das Bild verschwimmt. Ebenfalls den Navi-Bildschirm nutzt die Heckkamera mit Video-Parkhilfe. Schade: Parksensoren, die bei drohender Berührung piepsen, kosten zusätzlich.

Zwei Benziner, ein Diesel

Zur Wahl stehen zwei Benziner mit 110 und 129 PS und ein 116-PS-Diesel. Gegen den knackigen Selbstzünder war der laute und vibrationsreiche 1.8er Ottomotor im Test nur zweiter Sieger. Auch das neue automatisierte Schaltgetriebe konnte in Verbindung mit dem Benziner nicht überzeugen: Es wechselte die Gänge zu nervös und alles andere als ruckfrei.

Empfehlenswert ist also der große Diesel mit Executive-Ausstattung. Dieser Luxus-Corolla schlägt dann allerdings mit 26600 Euro zu Buche.

Abgestellt im Wohngebiet: Wer sein Reisemobil in der kalten Jahreszeit auf offener Straße stehen lassen möchte, hat einiges zu beachten.
Ende der Campingsaison

Passenden Stellplatz für Camper und Co. finden

Das könnte Sie auch interessieren