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Alternatives Düngemittel: Tipp zum selber machen

Bild: Andrea Warnecke (dpa)

Mithilfe von Brennnessel, Beinwell, Knoblauch, Zwiebel oder Ackerschachtelhalm können Hobbygärtner selbst eine Jauche anrühren. So sorgen sie dafür, dass nur natürliche Wirkstoffe in die Erde kommen.

Die Kräutermittel unterstützen das natürliche Bodenleben und schonen nützliche Insekten - so wird das ökologische Gleichgewicht beibehalten, erläutert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Außerdem fördern diese Mittel das Wachstum der Pflanzen - Brenneseljauche sei zum Beispiel gut für Obst- und Blühpflanzen sowie Gemüse wie Gurken, Kohl, Porree, Tomaten und Zucchini. Ihr Geruch hält zugleich Läuse und Spinnmilben fern.

Und so geht es:

Das Pflanzenmaterial möglichst klein schneiden und in einem offenen Gefäß bis zu 15 Zentimeter unter den Rand aufschichten. Das Ganze mit kaltem Wasser ansetzen. Dieses sollte nicht wesentlich höher als die Pflanzenschicht eingefüllt werden. So kommt genügend Sauerstoff daran. Die Masse zersetzt sich nun. Da dabei sehr viel Sauerstoff benötigt wird, rät der BUND, das Gemisch zwei- bis dreimal am Tag umzurühren.

Nach ein bis zwei Tagen beginnt die Jauche zu brodeln. Nach rund 14 Tagen ist das Gemisch fertig. An einem sonnigen Standort verkürzt sich der Gärungsprozess.

Das Ganze riecht allerdings nicht angenehm. Gegen die Geruchsbelästigung empfiehlt der BUND, der Jauche etwas Steinmehl oder einige Esslöffel Humofix, ein pulverisiertes Kräutergemisch, beizugeben. "Nicht zuletzt wird man die Pflanzenjauche natürlich nicht direkt neben der Sitzecke zum Kaffeetrinken ansetzen", sagt Herbert Lohner, BUND-Experte für Naturgärten. "Pflanzenjauchen sowie auch der Komposthaufen gehören zur unabdingbaren Grundausstattung eines naturnah gepflegten Gartens." (dpa)

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