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Immobilienkäufer nehmen höhere Kredite auf

Der Hauskauf lässt sich in der Regel nur mit einem Immobilienkredit finanzieren.
Bild: Kai Remmers (dpa)

Höhere Kreditsummen werden bei den Immobilienkäufern in Deutschland immer häufiger, weil die Kosten für ein eigenes Haus und Grundstück deutlich angezogen sind.

Deutschlandweit sind die Preise um rund 68 Prozent gestiegen. Hier bestehen aber regional erhebliche Unterschiede. Der größte Anstieg ist in attraktiven Ballungszentren zu verzeichnen, obwohl die Immobilienpreise auch auf dem Land zugelegt haben.

Neben dem herkömmlichen Baukredit greifen viele Immobilienbesitzer in spe auch zu einem Schufa-freien Zweitkredit, um die Hausnebenkosten zu decken. Bei der Kredithöhe für Immobilien wurde in 2018 daher ein Rekord erreicht. 243.000 Euro betrug im letzten Jahr die durchschnittliche Kreditsummer für Hausbauer und -käufer. 2017 lag dieser Wert noch rund 30.000 Euro darunter. Das entspricht einem Anstieg um 14 Prozent.

Kredite sind in Metropolregionen wie Hamburg am höchsten

Betrachtet man die Bundesländer im Vergleich, sind die Kreditsummen in Hamburg die höchsten. Die Hamburger nahmen durchschnittlich 353.000 Euro für einen Hauskredit auf. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Anstieg um knapp 12.000 Euro. Diese Kosten können sich viele Normalverdiener nicht mehr leisten, so dass auch verstärkt im Umland nach Alternativen gesucht wird.

Der nächste Stadtstaat auf der Liste ist Berlin. Die Hauptstadt liegt mit etwas mehr als 306.000 Euro allerdings nur auf dem vierten Rang. Auf dem zweiten Platz befindet sich Bayern mit 338.000, wo München logischerweise das Epizentrum der Immobilienpreise bildet. Aber auch in Augsburg werden Immobilien immer teurer.

Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt sind die Quadratmeterpreise in Augsburg rund 30 Prozent höher. Der durchschnittliche Kaufpreis für eine Immobilie in München beträgt 8.245 Euro pro Quadratmeter. Das ist fast doppelt so teuer wie in Augsburg und bald dreimal so teuer wie im Rest Deutschlands. Die Top-5 im Vergleich der Bundesländer werden durch Hessen komplettiert. Hier wird der Immobilienkauf mit durchschnittlich 304.000 Euro finanziert.

Am geringsten Fallen die durchschnittlichen Kredite in Ostdeutschland aus

Die niedrigsten Kreditsummen finden sich hingegen in Sachsen-Anhalt zu finden. Hier liegt die durchschnittliche Kredithöhe bei 191.000 Euro. Damit weist Sachsen-Anhalt bereits einen weiten Abstand zu Thüringen auf (204.000) und Mecklenburg-Vorpommern (209.000) auf.

Die Gründe für den großen Unterschied zwischen Bundesländern wie Hamburg und Bayern sowie den ostdeutschen Ländern liegen im Stadt-Land-Gefälle. Die Immobilienpreise in und um Metropolen wie München und Berlin waren schon immer höher. Dieses Gefälle hat sich zudem in den letzten Jahren noch einmal deutlich verstärkt. Vor allem jüngere Leute zieht es vom Land in die Stadt, was zu einer höheren Nachfrage und damit logischerweise zu höheren Immobilienpreisen führt.

Aber auch, wenn die Bundesländer bei der durchschnittlichen Kredithöhe Unterschiede aufweisen, haben sie eins gemeinsam. In allen Bundesländern sind die durchschnittlichen Darlehenssummen angestiegen. Selbst in Sachsen-Anhalt kam es zu einem Anstieg um zehn Prozent. Ein Ende des Booms auf dem Immobilienmarkt ist bis dato noch nicht zu erkennen. Wenn die Zinsen weiterhin so niedrig bleiben, sind auch hohe Kreditsummen für die Verbraucher eben weiterhin attraktiv.

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