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Gartenglück im Sommer

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Lieber durchdringend gießen als dauernd

Wer richtig gießt, tut seinen Pflanzen Gutes.
Bild: Merpics/stock.adobe.com
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Im Sommer braucht der Garten Wasser: Aber bitte richtig! Es kommt auf das Wasser, die Tageszeit und die Art des Gießens an. Wir geben Tipps!

Der Sommer 2020 hat noch gar nicht begonnen und trotzdem werden schon die ersten Wärme- und Trockenheitsrekorde vermeldet. Im April gab es bereits die ersten Sommertage mit Temperaturen über 25 Grad und viel zu wenig Regen für die Jahreszeit. Im Mai war es zwar nicht ganz so warm, aber ebenfalls zu trocken.

Auch wenn es aktuell im Juni viel Niederschlag gab – Hobbygärtner fingen in diesem Jahr sehr früh mit dem Gießen an. Bevor die Saison so richtig startet, geben die Pflanzenexperten von „Blumen – 1000 gute Gründe“ Tipps zum richtigen Umgang mit Wasserschlauch und Co. im Garten.

Regentonnen installieren

Gerade im Hochsommer ist Trinkwasser aus der Leitung wertvoll. Als Mitteleuropäer sind wir es noch nicht so gewohnt, aber in den letzten Jahren kam es bereits zu Engpässen und Sparvorgaben. Ganze Regionen durften das kostbare Nass nur noch für das Nötigste nutzen.

Deshalb ist der dringendste Aufruf an alle Gartenfreunde ganz einfach: Wer kann, der sollte Regenwasser auffangen und zum Gießen verwenden. Eine einfache Regentonne ist schnell und ohne bürokratische Abnahme am Haus oder der Garage montiert – und sie kann helfen, Trockenphasen im Garten zu überbrücken.

Regenwasser ist verträglicher für Pflanzen

Zudem ist Regenwasser für viele Pflanzen auch verträglicher als das vergleichsweise harte Leitungswasser. Ganz zu schweigen von der Kostenersparnis.

Der richtige Zeitpunkt

Entscheidend ist beim Gießen auch der richtige Zeitpunkt: In der Mittagshitze sieht man den Pflanzen zwar oft direkt an, dass sie bald Wasser benötigen – doch wer sofort gießt, verschwendet nicht nur Ressourcen, sondern kann seinen Blumen sogar schaden.

Denn einerseits verdunstet tagsüber viel Feuchtigkeit sofort, ohne die Wurzeln zu erreichen, andererseits erhalten die Pflanzen einen Temperaturschock durch das kalte Wasser und die Tropfen wirken in der Sonne wie Brenngläser, die die Blätter schädigen können.

Früh oder Spätabends

„Die beste Zeit ist am sehr frühen Morgen, so circa zwischen drei und fünf Uhr. Dann lockt man auch weniger Nacktschnecken heraus. Wem das zu früh ist, der kann aber auch am späten Abend gießen, wenn die Temperaturen wieder sinken“, wissen die Gartenexperten der Initiative.

Die richtige Frequenz

Oft wird darüber hinaus auch noch falsch gewässert; nämlich fast täglich, aber nur oberflächlich. Dadurch entwickeln die Pflanzen keine Wurzeln in die Tiefe und sind noch anfälliger für Hitzeperioden. Am besten ist es, seltener, aber durchdringend zu wässern: Zwei volle Gießkannen auf einen Quadratmeter dürfen es dann schon sein.

Direkt an die Wurzel gießen

Damit die Erde das Wasser gut aufnimmt, gießt man direkt an die Wurzeln und mit etwas Pause zwischen den Wassergaben – es sollten keine Pfützen auf dem Boden entstehen. Grundsätzlich hält gut gelockerter, dicht bepflanzter und gemulchter Boden Feuchtigkeit am besten.

Bepflanzung anpassen

Wenn wir in den kommenden Jahren immer häufiger mit „Jahrhundertsommern“ rechnen müssen, ist es natürlich auch sinnvoll, die Bepflanzung entsprechend anzupassen. Mediterrane Pflanzen oder Präriestauden wie Rosmarin, Lavendel, Sonnenhut oder Prachtkerze kommen auch mit wenig Wasser und Pflege aus - je sonniger desto besser. Sie brauchen allerdings einen lockeren Boden, denn Staunässe vertragen sie nicht gut.

Tiefwurzler wie Rosen gedeihen

Rosen gehören laut den Profigärtnern ebenfalls zu den Klimagewinnern: Als Tiefwurzler finden sie noch Feuchtigkeit, wenn andere Pflanzen schon schlappmachen.

Für schattige Plätze eignen sich wiederum genügsame Stauden wie Balkan- oder Cambridge-Storchschnabel, Steinsame, Elfenblume oder Chinesischer Bleiwurz.

pm

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