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Bild: JenkoAtaman - Fotolia

Bei Bodenbelägen gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Die Experten vor Ort helfen bei der Entscheidung.

Parkett oder Kork? Oder lieber Feinsteinzeug? Wer auf der Suche nach einem neuen Fußbodenbelag für Haus oder Wohnung ist, wird sich einerseits von seinem Geschmack leiten lassen. Andererseits sollte man sich genau überlegen, welche Eigenschaften der Belag haben sollte.

Parkett

Dieser Bodenbelag sieht schick aus und lässt sich mit fast jedem anderen Material im Haus gut kombinieren. „Es ist auch langlebig, belastbar, natürlich, umweltfreundlich und pflegeleicht und verbreitet Wärme und Behaglichkeit“, sagt der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Parkettindustrie, Ralph Plessmann.

„Es ist der einzige Bodenbelag, der durch mehrfache Renovierung jederzeit wieder in Form gebracht werden kann – auch bei starker Beanspruchung.“ Parkett gibt es aus mehr als 50 Holzarten mit einem großen Farbspektrum, unterschiedlichen Härtegraden und in unterschiedlichen Preisklassen.

Laminat

Wer nicht so viel wie für Parkett ausgeben will, kann auf das günstigere Laminat zurückgreifen. Laut dem Verband der Europäischen Laminatfußbodenhersteller besteht das Material aus einer Holzfaserplatte sowie einer Harzlackierung. Für die Holzoptik sorge bedrucktes Dekorpapier. „Laminat wird im Allgemeinen als laut und kühl beschrieben, bekommt häufig Quellungen an den Fugen durch zu feuchte Reinigung und bricht leicht aus, wenn etwas drauf fällt“, warnt Bertram Abert, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Estrich und Belag im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes. Außerdem würden sich billige Laminatbeläge schnell abnutzen und können nicht renoviert werden.

Kork

Für Kinderzimmer eignet sich am besten Kork. „Da Kork weich ist und den Boden von unten isoliert, ist er nicht so kalt an den Füßen wie Fliesen oder Laminat“, sagt DIY-Experte Pommer. „Außerdem schluckt er viele Geräusche, wenn die Kinder beispielsweise mit Bauklötzen spielen.“

Kork verändert allerdings die Farbe bei Lichteinstrahlung und wird mit der Zeit deutlich heller. Werden eingefärbte Korkbeläge beschädigt oder zerkratzt, kommt die braune Naturfarbe zum Vorschein. Da Kork weicher ist als Holz, ist er auch weniger abriebfest, und es können schon mal kleine, aber reparierbare Löcher entstehen. „Um den Boden vor Abrieb zu schützen, muss daher ein Oberflächenschutz mit Öl, Wachs oder Lack aufgetragen werden“, sagt Abert.

Feinsteinzeug

Wem die Optik teurerer Materialien wie Granit oder Marmor vorschwebt, sollte auf das sogenannte Feinsteinzeug zurückgreifen. „Das besteht aus hoch verdichteter und gepresster Keramik und hat etliche Vorzüge“, sagt Abert. „Es ist stark strapazierfähig, abrieb- und wasserfest, kann auch im Freien verlegt und mit dem Schrubber gewischt werden.“ Allerdings ist das Feinsteinzeug ein harter und fußkalter Bodenbelag.

Eine große Vielfalt findet man in den Fachgeschäften der Region. Die Experten wissen um die Vor- und Nachteile eines jedes Materials und helfen, für jeden Anspruch das richtige zu finden. tmn

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