Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem bestehenden Abo (Tageszeitung, e-Paper oder PLUS) zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
Newsticker
Neue EU-Sanktionen gegen Russland treten in Kraft
  1. Startseite
  2. Themenwelten
  3. Bauen & Wohnen
  4. Baugrund sichern: Nicht ohne Risiko: Grundstückskauf auf Vorrat

Baugrund sichern
ANZEIGE

Nicht ohne Risiko: Grundstückskauf auf Vorrat

Hier entsteht neuer Wohnraum: Gemeinden versuchen mit der Ausweisung neuer Baugrundstücke Einfluss auf die Bevölkerungsstruktur zu nehmen.
2 Bilder
Hier entsteht neuer Wohnraum: Gemeinden versuchen mit der Ausweisung neuer Baugrundstücke Einfluss auf die Bevölkerungsstruktur zu nehmen.
Foto: Jan Woitas, dpa/dpa-tmn

Jetzt kaufen, später bauen: Wer sich frühzeitig Baugrund sichert, um dort irgendwann eine Immobilie zu errichten, sollte genau wissen, worauf er sich einlässt.

Baugrundstücke sind rar. Umso größer ist die Freude oft, wenn Privatleute oder Kommunen Land zum Kauf anbieten. Doch um die begehrten Immobilien bemühen sich längst nicht mehr nur bauwillige Familien, die schnell in ihr Eigenheim einziehen möchten.

Auch andere Interessenten nutzen die Gelegenheit. Zum Beispiel werden Grundstücke in der eigenen Region gerne von Eltern auf Vorrat für ihre Kinder gekauft, damit die in einigen Jahren dort bauen können.

Die Entwicklung des Marktes kann keiner vorhersehen

Nun ist es durchaus verständlich, dass Eltern ihre erwachsenen Kinder später in ihrer Nähe haben wollen. "Aber sie sollten auch wissen: Die Investition in ein Grundstück ist grundsätzlich eine spekulative Anlage", sagt Rechtsanwältin Claudia Stoldt von der Arbeitsgemeinschaft Bau- und Immobilienrecht im Deutschen Anwaltverein.

Niemand kann genau absehen, wie sich der Markt in den nächsten Jahren entwickeln wird. "Lange gingen die Preise steil bergauf, aber das kann sich auch ganz schnell ändern", sagt Stoldt. Darum sei es riskant, jetzt in der Hochpreisphase zu kaufen.

Bebauungspflicht kann Strich durch die Rechnung machen

Es gibt aber noch einige andere Faktoren, die einen Hamsterkauf schwierig bis unmöglich machen. "Es ist nämlich ein Unterschied, ob ich das Grundstück von einem privaten Verkäufer oder einer Gemeinde erwerbe", sagt Inke Meybauer von Dr. Klein, einem bundesweit tätigen Finanzdienstleister. "Gemeinden schreiben oft eine Bebauungspflicht in den Kaufvertrag. Daran muss sich der Käufer dann halten. Sonst drohen Geldstrafen oder sogar der Entzug des Grundstücks."

"Bei dem knappen Angebot an Grundstücken betreiben viele Gemeinden mit ihren zum Verkauf ausgeschriebenen Grundstücken Bevölkerungspolitik", sagt Holger Freitag, Vertrauensanwalt beim Verband Privater Bauherren in Berlin. "Sie wollen eine bestimmte Klientel in ihre Kommune ziehen, zum Beispiel junge Familien oder Mitarbeiter von Firmen in der Region." Deshalb bieten sie Bauland zum Teil zu recht günstigen Preisen, schreiben dann aber vor, dass es zügig bebaut wird.

Käufer sollten also genau darauf achten, ob solch eine Verpflichtung im Vertrag festgeschrieben ist. Ist zum Beispiel eine Frist von drei Jahren gesetzt, muss das Haus zum vereinbarten Zeitpunkt fertig sein. "Deuten sich Verzögerungen an, sollten die Käufer rechtzeitig mit der Gemeinde reden", rät Inke Meybauer. "In der Regel findet sich eine Lösung." Verzögerungen von mehreren Jahren werden aber nicht toleriert.

Bei Privatverkäufen gibt es in der Regel keinen Bauzwang

"Wenn Eltern Baugrund für ihre Kinder kaufen, für den eine Baupflicht besteht, können sie natürlich auch gleich das Haus auf das Grundstück bauen. Dabei müssen sie sich an die vertraglichen Bedingungen halten", sagt Meybauer. Schaffen Bauherren es nicht, das Haus innerhalb der vereinbarten Baupflicht fertigzustellen, behalten sich die Gemeinden meist ein Rücktritts- oder Vorkaufsrecht vor. Außerdem können Vertragsstrafen oder Zwangsgelder fällig werden, je nach Vertragsgestaltung.

"Die Gemeinden sind nicht unbedingt an Sanktionen interessiert", sagt Holger Freitag. "Aber sie wollen schon entscheiden, was und wann bei ihnen gebaut wird und Spekulationen ausschließen."

Wird ein Grundstück von einem privaten Verkäufer erworben, hindert den Käufer in der Regel keine Baupflicht daran, es jahrelang brach liegen zu lassen. Auch Gemeindegrundstücke ohne Baupflicht müssen nicht sofort bebaut werden. "Es gibt sogar viele Eigentümer, die gar nicht bauen möchten. Die kaufen zum Beispiel ihr Nachbargrundstück, weil sie ihre Ruhe haben wollen", sagt Inke Meybauer.

Handelt es sich bei einem Grundstück um Bauland, heißt das nicht automatisch, dass auch eine Baupflicht besteht. "Wenn diese nicht explizit im Kaufvertrag steht, kann der Käufer bauen, wann er will - oder auch gar nicht", so Claudia Stoldt.

Auch ein unbebautes Grundstück verursacht Kosten

Was man bedenken sollte: Ein Grundstück verursacht laufende Kosten - selbst dann, wenn es weder bebaut noch genutzt wird. "Grundsteuer, Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung, eventuell Straßenreinigungsgebühren und manchmal auch Sonderposten wie Erschließungsbeiträge oder Entsorgungskosten, weil der Grund sich zu einer wilden Müllkippe entwickelt hat", zählt Holger Freitag auf.

Und was ist, wenn die erwachsenen Kinder nach jahrelanger Wartezeit schließlich ganz andere Pläne haben und nicht auf dem Grundstück bauen wollen? Oder wenn sie sich das Bauen angesichts steigender Zinsen nicht leisten können? "Gibt es keine anderen Regeln im Vertrag, können die Eltern das Land an jeden beliebigen Käufer zu marktüblichen Preisen verkaufen", sagt Inke Maybauer. Hat sich der ursprüngliche Verkäufer im Vertrag aber ein Vorkaufsrecht gesichert, liegt die Entscheidung bei ihm, ob er es kauft oder auf sein Vorkaufsrecht verzichtet.

Anzeige

Reitenberger Bau GmbH baut das neue Gesundheitszentrum

Neu: Unser Zuckerguss Newsletter Version 2

Mit Zuckerguss ins Wochenende

Jeden Freitag neu & kostenlos mit leckeren Rezeptideen und Inspirationen rund ums Backen.

Newsletter bestellen
Das könnte Sie auch interessieren