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AOK Donauwörth: So einfach funktioniert der Krankenkassenwechsel

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Mit dem 01.01.2021 hat sich das Krankenkassenwahlrecht verändert. Der Wechsel zur gewünschten Kasse ist für Versicherte einfacher und erleichtert auch für Arbeitgeber einiges. Was genau, erklärt Direktor Michael Meyer von der AOK Bayern.

Die Krankenkasse zu wechseln war bis Ende des Jahres 2020 gar nicht so einfach: Ganze 18 Monate waren Versicherte an ihre gesetzliche Kasse gebunden. Sonderregelungen waren nur dann möglich, wenn man den Arbeitgeber wechselte oder oder sich der Zusatzbeitrag änderte. Seit Januar 2021 gehört diese Regelung jedoch der Vergangenheit an. Das Krankenkassenwahlrecht hat sich dahingehend geändert, dass man sich nur noch für 12 Monate an eine Kasse binden muss. Die Sonderkündigungsrechte gelten nach wie vor. Das neue Gesetz vereinfacht dem Versicherten einen Wechsel und verspricht auch für den Arbeitgeber erhebliche Erleichterungen im bisher stark bürokratischen System.

Im Interview erklärt Michael Meyer, Direktor der AOK Bayern, Direktion Donauwörth, worauf Versicherte nun achten sollten und was die großen Vorteile des neuen Krankenkassenwahlrechts 2021 sind.

Alle Informationen finden Sie ausführlich hier.

Herr Meyer, warum war es überhaupt nötig, das Krankenkassenwahlrecht ab dem 01.01.2021 anzupassen?

Michael Meyer:  Ab einem Alter von 15 Jahren hat jeder, der gesetzlich pflicht- oder freiwillig krankenversichert ist, die Möglichkeit,  seine Krankenkasse selbst zu wählen. Bisher war ein Wechsel erst nach einer Mindestmitgliedschaft von 18 Monaten möglich, was den Versicherten wenig Freiheit in ihrer persönlichen Entscheidung gab. Aus unserer Sicht sind die neuen Rahmenbedingungen ein Gewinn für Versicherte und Arbeitgeber, aber auch für die Versicherung selbst. Neben der kürzeren Frist wurden auch die Kündigungsvorschriften angepasst. Man muss nun nicht mehr selbst bei der Krankenkasse kündigen, das wird ab sofort von der neuen Kasse übernommen.

Wie funktioniert der Krankenkassenwechsel genau?

Meyer: Vor 2021 war es so, dass die Kündigung bei der Krankenkasse selbst eingereicht werden musste. Das ist nun nicht mehr der Fall.

In drei einfachen Schritten können Versicherte den Wechsel der Krankenkasse nun vornehmen.

  • Mitgliedschaft beantragen:
    Die Mitgliedschaft muss bei der neu gewählten Krankenkasse beantragt werden. Sobald das geschehen ist, kümmert diese sich eigenständig darum, dass der Vertrag bei der bisherigen Kasse beendet wird.
     
  • Arbeitgeber informieren:
    Als zweiten Schritt informiert der Versicherte seinen Arbeitgeber. Dieser wendet sich dann an die ausgewählte Krankenkasse und meldet den Arbeitnehmer bei dieser formlos mittels Arbeitgeber-Meldeverfahren an. So wird unnötige Bürokratie vermieden.
     
  • Bestätigung der Mitgliedschaft:
    Zu guter Letzt bestätigt die Krankenkasse gegenüber dem Arbeitgeber die Anmeldung seines Arbeitnehmers. Auch dieses Verfahren erfolgt nun auf elektronischem Weg.
     

Gibt es trotzdem noch ein Sonderkündigungsrecht?

Meyer: Das Sonderkündigungsrecht bleibt gleichbleibend zum bisherigen System. Wenn es also der Fall wäre, dass eine Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erhebt oder diesen erhöht, so wie es im Moment bei vielen Krankenkassen der Fall ist, kann ein Wechsel ohne Einhaltung der Bindungsfrist vorgenommen werden. Die AOK Bayern hat ihren Zusatzbeitrag übrigens nicht erhöht und liegt weiterhin nur bei 1,1 Prozent.

Wie kann man sich während der derzeitigen Corona-Lage am besten über einen Wechsel der Krankenkasse beziehungsweise die Leistungen informieren?

Meyer: Viele Geschäftsstellen der AOK sind aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Wir haben darauf reagiert und unsere Ressourcen im Bereich Telefonie verstärkt. Es wurde ein extra Anmeldeservice für Arbeitgeber und Privatkunden eingerichtet. Erreichbar sind die Stellen unter (0906) 76-285. Hier hat man auch die Möglichkeit direkt einen Versicherungswechsel zur AOK Bayern unbürokratisch am Telefon abzuschließen.


Wann sollte man sich aus Ihrer Sicht für einen Krankenkassenwechsel entscheiden?

Meyer: Es gibt einige Gründe, warum Versicherte zu einer neuen Krankenkasse möchten. Oft fühlt man sich von seiner Kasse nicht gut unterstützt. Bei der AOK herrscht beispielsweise eine starke Gemeinschaft; in den mittlerweile 125 Jahren, die die AOK besteht, betreuen unsere Berater bayernweit bis zu 4,5 Millionen Versicherte.

Das heißt:

  • Mit unseren 250 wohnortnahen Geschäftsstellen in Bayern können sich die rund 11.000 Mitarbeiter jederzeit um die Anliegen ihrer Versicherten kümmern.
     
  • Eine Erreichbarkeit rund um die Uhr ist somit garantiert.

Andererseits ist einigen Versicherten besonders wichtig, welche Vorsorge die Krankenkasse für den Erhalt ihrer Gesundheit anbietet.


Die AOK bietet in dieser Hinsicht große Vorteile:

  • So werden Vorsorgeuntersuchungen und Check-ups bei Kindern als auch Erwachsenen unterstützt.
     
  • Aber auch Selbsthilfe  durch Online-Coaching-Angebote werden den Versicherten angeboten.

Alle Vorteile finden Sie auf einem Blick auch hier.

Außerdem ist es wichtig, dass die gewählte Krankenkasse einen Rundumschutz bietet. Ob ambulante Psychotherapie oder Zahnersatz – die Leistungen sollten zu den persönlichen Ansprüchen passen. Hier bietet die AOK eine umfangreiche Auswahl und zudem auch einen Versicherungsschutz für die ganze Familie.
 

Weitere Informationen unter www.aok.de

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