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Depression nach der Geburt trifft auch Väter

Die Geburt eines Kindes kann nicht nur Glücksgefühle bei den Eltern auslösen. Die Herausforderungen können eine postpartale Depression verursachen - auch bei Vätern.
Foto: Mascha Brichta (dpa)

Nicht nur Mütter, sondern auch Väter sind nach der Geburt oft depressionsgefährdet. Grundsätzlich gilt: Je früher die Beschwerden behandelt werden, desto besser ist der Therapieerfolg.

Nach der Geburt eines Kindes schwelgen Eltern nicht nur im Glück. Die psychischen und physischen Anforderungen der neuen Situation können auch bei Vätern eine sogenannte postpartale Depression auslösen, wie der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) erklärt.

Anzeichen für eine depressive Erkrankung: Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, Reizbarkeit, sexuelle Unlust und schwankende Stimmung. Bei Männern treten die Symptome oft nicht sofort nach der Geburt, sondern erst allmählich auf - und unterscheiden sich dabei kaum von einer Depression in anderen Lebensphasen. Bei Männern ist die Erkrankung laut BVDN in der Regel aber schwächer ausgeprägt als bei Frauen.

Die genauen Gründe seien noch relativ unklar, so die Experten. Neben den neuen Belastungen spielen vermutlich auch Veränderungen im Hormonhaushalt eine Rolle. Bei Männern sinkt einer Studie zufolge nämlich der Testosteronspiegel während der Schwangerschaft der Frau. Leidet die Frau unter einer postpartalen Depression, steigt zudem auch das Risiko für den Vater, daran zu erkranken.

Die Experten raten Betroffenen, zeitnah mit der Partnerin offen über Probleme zu sprechen - oder sich professionelle Unterstützung zu suchen. Denn auf diese Weise lässt sich möglicherweise verhindern, dass sich die Probleme auf das ganze Familienleben auswirken (www.psychiater-im-netz.de). (dpa)

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