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Mehr als Schnarchen: Obstruktive Schlafapnoe, die unterschätzte Volkskrankheit

Aufgepasst: Wenn der Partner laut schnarcht und Atemaussetzer hat, kann das gesundheitliche Folgen haben.
Foto: djd/Inspire/Getty Images/PeopleImages

Unbehandelte obstruktive Schlafapnoe (OSA) erhöht das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall. Abhilfe kann neben der Standardtherapie durch eine Atemmaske auch ein Zungenschrittmacher schaffen. Erfahren Sie hier mehr!

Lautes Schnarchen in Verbindung mit Tagesmüdigkeit können ein Anzeichen für eine Obstruktive Schlafapnoe (OSA) sein. Etwa 20 Millionen Deutsche leiden darunter. Unbehandelt erhöht die Erkrankung das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall. Abhilfe kann neben der Standardtherapie durch eine Atemmaske auch ein Zungenschrittmacher schaffen.

Schnarchen ist lästig, aber meist harmlos - nicht so eine OSA. "Die Obstruktive Schlafapnoe betrifft schätzungsweise rund 20 Millionen Menschen in Deutschland und zählt damit zu den Volkskrankheiten in der Dimension von Diabetes oder Depression", erklärt Dr. Dirk Schmid, Facharzt für Innere Medizin aus Neustrelitz. Über 95 Prozent der Betroffenen sind nicht diagnostiziert oder therapiert, was gravierende gesundheitliche Folgen haben kann.

Woran erkennt man eine OSA?

Häufig ist eine OSA mit lautem Schnarchen verbunden. Bei den Betroffenen erschlafft im Schlaf die Muskulatur in Mund und Rachen. Die Zunge fällt zurück und verschließt die oberen Atemwege, wodurch die Sauerstoffzufuhr unterbrochen wird.

Solche Atemaussetzer dauern meist nur einige Sekunden, können aber auch bis zu zwei Minuten anhalten und pro Nacht mehrere hundert Mal auftreten. Doch nicht jede Verengung der Atemwege ist eine Schlafapnoe. Als kritisch gelten mehr als fünf Aussetzer pro Stunde, die mehr als zehn Sekunden andauern.

Auf die Aussetzer folgen kurze körperliche Weckreaktionen, die zu nicht erholsamem Schlaf führen. Betroffene sind daher tagsüber häufig müde, haben Konzentrations- oder Leistungsprobleme. Dazu kommen Kopfweh oder Potenzstörungen. Unbehandelt erhöht eine Obstruktive Schlafapnoe das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes Typ 2 und Depressionen.

Welche Therapiemethoden gibt es?

Die Standardbehandlung erfolgt mit einer PAP Maske (PAP = Positive Airway Pressure), welche die Atemwege mit leichtem Überdruck wirkungsvoll offenhält. Doch viele Betroffene klagen über Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, eine gereizte oder verstopfte Nase sowie Druckstellen. Daher brechen etliche Patienten die Therapie ab. Wer mit der PAP-Maske nicht zurechtkommt, kann mit dem Inspire Zungenschrittmacher eine wirksame Alternative finden.

Oft erkennt es die Frau zuerst, wenn beim Schnarchen des Partners etwas nicht stimmt.
Foto: djd/Inspire/Getty Images/EmirMemedovski

Wie funktioniert die Inspire Therapie?

"Die Therapie funktioniert auf Knopfdruck und im Einklang mit dem natürlichen Atemrhythmus", so Dr. Schmid. "Dieser wird während des Schlafens kontinuierlich gemessen. Durch milde Stimulation werden die Atemwege offengehalten und der Schlaf in seiner Qualität unterstützt." Betroffene wachen morgens erholter auf. Der positive Effekt wurde in Studien bestätigt: 94 Prozent der Befragten geben an, mit dem Zungenschrittmacher zufrieden zu sein. 90 Prozent der Bettpartner berichten von keinem oder nur noch leichtem Schnarchen.

Für wen eignet sich der Zungenschrittmacher?

Die Inspire Therapie kann eine Alternative sein, wenn:

• Sie an einer mittleren bis schweren Obstruktiven Schlafapnoe leiden.
• bei Ihnen die PAP-Therapie nicht ausreichend wirkt oder die Maske Probleme bereitet.
• Sie nicht zu stark übergewichtig sind (Body Mass Index (BMI) unter 35).

Die Kosten übernehmen dann die gesetzlichen Krankenkassen. Mehr Informationen gibt es auf http://www.therapie-auf-knopfdruck.de und unter der Hotline 0800 / 000 978 90.
 

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