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Die Laktose-Abzocke: Spezialprodukte teuer und oft unnötig

Bei Milch macht es Sinn, ein lactosefreies Produkt zu kaufen. Viele andere der Speziallebensmittel sind jedoch überteuert und unnötig. Foto: Franz-Peter Tschauner
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Bei Milch macht es Sinn, ein lactosefreies Produkt zu kaufen. Viele andere der Speziallebensmittel sind jedoch überteuert und unnötig. Foto: Franz-Peter Tschauner dpa

Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt: Laktosefreie Lebensmittel sind überteuert und in vielen Fällen überflüssig. Denn viele der deklarierten Produkte seien ohnehin laktosefrei.

Sie nehmen in den Supermärkten immer mehr Platz ein: laktosefreie Lebensmittel. Ein Glück für jeden, der unter Laktoseintoleranz leidet. Oder? Nur zum Teil, erklärt die Verbraucherzentrale Hamburg: Denn oft werden Produkte wie Schinken oder Putenbrust als laktosefrei deklariert, obwohl sie von Natur aus frei von Milchzucker sind. Wird solche Ware extra als laktosefrei deklariert, sei das unnötig und der Preis dafür überteuert, erläutert die Verbraucherzentrale Hamburg. Durchschnittlich 2,4-mal so viel wie für herkömmliche Produkte wurden bei einem Marktcheck der Verbraucherschützer für 24 "laktosefreie" Lebensmittel verlangt.

Auch beim Brot wird abgezockt

Brot sei normalerweise ebenso frei von Laktose. Dennoch werde zum Beispiel ein als gluten- und laktosefrei gekennzeichnetes Schwarzbrot mit einem Preisaufschlag von 383 Prozent gegenüber normalem Schwarzbrot angeboten - der Spitzenreiter im Marktcheck.

Auch bestimmte Käsesorten wie Emmentaler, Gouda, Tilsiter und Butterkäse enthielten von Natur aus wenig Milchzucker. Laktoseintolerante könnten sie normalerweise bedenkenlos essen. Sinnvoll sei dagegen laktosefreie Milch. Die Diät-Brille: Aufsetzen und abnehmen

Käufer sollten auf Zutatenliste achten

Bei normalen Fertigprodukten muss den Verbraucherschützern zufolge auf der Zutatenliste verzeichnet sein, ob Milchzucker, Milchpulver, Molke oder Sahne verarbeitet worden sind. Je geringer ihr Anteil am Gesamtprodukt, desto weiter hinten auf der Liste stehen sie.

Wer bei sich eine Milchzuckerunverträglichkeit vermutet, sollte das auf jeden Fall von einem Arzt überprüfen lassen. Dieser kann individuell ermitteln, in welchen Mengen normale Lebensmittel für den Betroffenen verträglich sind. (daam, dpa)

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