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Herzpatienten sollten Blutverdünner wie gewohnt einnehmen

Wie vom Arzt verschrieben: Gerinnungshemmer sollten Herzpatienten auch in Corona-Zeiten zuverlässig und ohne Unterbrechung einnehmen.
Bild: Christin Klose/dpa-tmn

Berichte rund um schwere Krankheitsverläufe von Covid-19 können Herzkranke beunruhigen - und zu falschen Reaktionen verleiten. Davor warnt die Herzstiftung. Und gibt einen Ratschlag für den Ernstfall.

Herzpatienten sollten während der Corona-Pandemie unbedingt weiter ihre blutverdünnenden Medikamente einnehmen. Es ist also nicht ratsam, sie aus Verunsicherung wegen angenommener Komplikationen im Falle einer Ansteckung mit dem Virus eigenmächtig abzusetzen.

Das betont die Deutsche Herzstiftung. Was Herzkranke, die Gerinnungshemmer einnehmen, aber tun sollten: Falls sie an Covid-19 erkranken, informieren sie ihre behandelnden Ärzte unbedingt darüber, dass sie schon Medikamente zur Vorbeugung einer Thrombose einnehmen.

Das verhindert laut der Stiftung eine unerwünschte Doppelbehandlung mit Gerinnungshemmern. Nach Angaben der Experten sehen Mediziner einen Zusammenhang zwischen Gerinnungsstörungen und schwerwiegenden Verläufen von Covid-19 - "mit Komplikationen wie tiefen Beinvenenthrombosen und Lungenembolien bis hin zum Tod".

Besonders bei Patienten mit Herzleiden, die mit einer erhöhten Gefahr für Embolien und Infarkte einhergehen und die aus diesem Grund dauerhaft Blutverdünner einnehmen müssen, führten entsprechende Berichte zu Verunsicherung.

Vorbeugend raten die Experten zu Sport, um das Herz fit zu halten. Laufen, Radfahren oder Gymnastik förderten die Durchblutung und die Gefäßelastizität und verringern den Angaben nach das Risiko eines schweren Covid-19-Krankheitsverlaufs, falls man sich ansteckt. (dpa)

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