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Kampf den Kilos: Fitness-Studios boomen

Bild: tst/nid

In der Mucki-Bude kämpft ein Bodybuilder mit den Hanteln. Er stöhnt und ächzt, stemmt mit Schweißtropfen auf der Stirn ganz langsam die schweren Gewichte nach oben. Ein Anblick, der in deutschen Fitness-Studios selten geworden ist. Denn dort trainieren mittlerweile immer mehr Freizeitsportler, die älter als 40 sind. Sie gehen lieber aufs Laufband, um fit und aktiv zu bleiben.

Über Deutschland schwappt eine neue Fitnesswelle: Allein 4,56 Millionen Deutsche trainieren derzeit in den Studios - ein Plus von fast neun Prozent. Woher dieser Boom kommt, erklärt Marco Meyer, Pressesprecher des Deutschen Sportstudio Verbandes (DSSV): Im Zuge der allgemeinen Konjunkturbelebung sind die Menschen wieder bereit, mehr Geld auszugeben. Zum Beispiel für den monatlichen Mitgliedsbeitrag im Fitness-Studio. Ein weiterer Grund, so Meyer: Viele Krankenkassen schränken ihre Leistungen ein. Die Studiobesucher setzen deshalb verstärkt auf individuelle Gesundheitsvorsorge. Die Mitglieder machen Herz-Kreislauf-Training zur Stärkung der körperlichen und mentalen Fitness.

Die Zielgruppe der gesundheitsbewussten Kunden und der Wellness-Faktor werden also immer wichtiger, das Durchschnittsalter der Sportler immer höher. Von der neuen Fitness-Bewegung haben vor allem die großen Ketten profitiert, sagt der Pressesprecher. Größtes Unternehmen in der Branche sei Kieser Training, es betreibt deutschlandweit über 100 Studios. Die Ketten sind Meyer zufolge in der Regel günstiger als kleinere Studios. Man muss allerdings bei einem Besuch wissen, wie man trainiert. Die Trainer haben dort weniger Zeit. Die Ketten können Synergieeffekte nutzen: Sie haben eine größere Finanzkraft und können mehr Geld für Werbung ausgeben. In Deutschland gibt es insgesamt rund 5500 Studios, davon in Bayern etwa 850. Geht es nach diesen Zahlen, dann liegt Deutschland europaweit auf Platz zwei. Vergleicht man aber die Zahl der Trainierenden mit der Bevölkerungszahl, liegt die Bundesrepublik unter dem Durchschnitt, so Meyer.

Doch der Spielraum nach oben ist groß, die Branche rechnet für dieses Jahr mit einem weiteren Anstieg. Die Trends auf dem Markt werden derzeit bei der größten europäischen Fachmesse Fibo in Essen präsentiert. 48 000 Besucher werden erwartet. Sie können unter anderem den TreadClimber bestaunen - ein Gerät, das das Training eines Läufers mit der Geschwindigkeit eines Walkers verbinden soll. Jeder Fuß steht dabei auf einer eigenen Lauffläche; beide Laufflächen lassen sich unabhängig voneinander bewegen. Der Sportler kann die Steigung individuell wählen - und bei gleicher Geschwindigkeit angeblich doppelt so viele Kalorien verbrennen wie auf einem Laufband. Weitere Neuheit ist ein mit dem Navigationssystem GPS gesteuerter Fahrrad-Ergometer. Statt im Freien zu radeln, sitzt der Sportler im Studio auf dem Sattel - sieht aber die gewünschte reale Umgebung vor sich. Ein entsprechendes Computerprogramm macht das möglich.

Diese Geräte könnten bald im Fitness-Studio um die Ecke stehen. Jeder Betreiber will 2007 durchschnittlich 87 000 Euro für neue Geräte ausgeben. Vor einem Jahr war die Investitionssumme noch halb so groß.

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