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Infektionsgefahr

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Kinder-Neurodermitis: Vorsicht bei Krusten und Bläschen

Gerade für Kinder ist Neurodermitis mit besonderem Leidensdruck verbunden. Hier kann die richtige Feuchtigkeitspflege verhindern, dass die Haut zu sehr austrocknet.
Bild: Florian Schuh/dpa-tmn

Gerade für Kinder ist Neurodermitis mit besonderem Leidensdruck verbunden. Das ständige Jucken verleitet zum Kratzen. Ein Teufelskreis. Wie lässt er sich durchbrechen?

Starker Juckreiz und entzündete Hautstellen sind bei Kindern oft ein Zeichen von Neurodermitis. Die trockene Haut ist rissig, durch zusätzliches Kratzen entstehen kleine Verletzungen. Dringen Bakterien oder andere Keime ein, besteht die Gefahr einer Infektion, warnt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Anzeichen hierfür können gelbliche oder honigfarbene Krusten über dem Ekzem sein, so der BVKJ. Aber auch mit Flüssigkeit oder Eiter gefüllte Bläschen, Pusteln sowie Rötungen weisen auf eine Infektion hin. In schweren Fällen können Fieber, grippeähnliche Beschwerden und geschwollene Lymphknoten hinzu kommen. Dann heißt es: sofort zum Kinderarzt.

Bei einer bakteriellen Infektion kann der Arzt eine antibiotische Salbe oder Antibiotika zum Einnehmen verordnen. Bei Viren wie Herpes hingegen können antivirale Mittel helfen. Zur Vorbeugung sollten sich die Kinder so wenig wie möglich kratzen, empfehlen die Experten. Auch sollten sich Eltern genaue Anweisungen für die Hautpflege ihres Kindes geben lassen. Dies können beispielsweise Bäder sein, um Keime von der Hautoberfläche zu entfernen.

Die richtige Feuchtigkeitspflege kann verhindern, dass die Haut zu sehr austrocknet und Risse bekommt. Damit die Pflegeprodukte keimfrei bleiben, empfehlen die Experten bei Lotionen einen Pumpenapplikator oder bei Cremes einen Löffel zu verwenden. Auch durch kurz geschnittene Fingernägel können zusätzliche Infektionen durch Kratzen verhindert werden.

© dpa-infocom, dpa:200831-99-374129/2 (dpa)

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