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Vorratskäufe wegen Coronavirus

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Kommt jetzt der Run auf Schokolade und Alkohol?

Große Lücken in den Regalen mit Konserven. Die Angst vor dem Coronavirus sorgt für Hamsterkäufe in Deutschland.
Bild: Paul Zinken/dpa

Der erste große Welle der Hamsterkäufe scheint vorüber. Doch die Ausbreitung des Coronavirus dürfte die Einkäufe der Bundesbürger weiter beeinflussen. Denn wer nicht zum Bundesliga-Spiel oder ins Konzert darf, kann sich zumindest zu Hause etwas Leckeres gönnen.

Die erste große Welle der Hamsterkäufe angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus scheint abgeebbt zu sein. Doch nach wie vor gibt es eine erhöhte Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln und Desinfektionsmitteln.

Das ergab am Mittwoch eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Unternehmen und Verbänden des Lebensmittelhandels. Einige Einzelhändler rechnen angesichts der Absage von Großveranstaltungen allerdings damit, dass sich das Interesse der Käufer schon bald auf andere Produkte konzentrieren könnte: Auf Genussmittel wie Schokolade oder Alkohol, mit denen man sich den Abend zu Hause verschönern kann.

Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) teilte mit, bundesweit gebe es aktuell "weiterhin eine höhere Nachfrage nach länger haltbaren Produkten und Hygieneartikeln". Ähnlich äußerten sich Kaufland und Real. Rewe betonte allerdings, die Tage, an denen sich der Absatz etwa mit Toilettenpapier verdoppelt habe, seien vorbei. Die Nachfrage nach Konserven, Nudeln und Co. sei zwar weiterhin erhöht, doch werde daneben zunehmend mehr Obst und Gemüse gekauft.

Der Discounter Lidl betonte sogar, nach den Vorratskäufen der vergangenen Wochen in einigen Regionen hätten sich die Verkaufszahlen mittlerweile "weitestgehend normalisiert". Aldi Süd berichtete lediglich von einer höheren Nachfrage nach haltbaren Produkten "in einzelnen Filialen".

Angesichts der aktuellen Entwicklung in der Coronavirus-Krise mit der Absage von Fußballspielen und anderen Großveranstaltungen rechnen manche Händler ohnehin damit, dass sich das Interesse der Verbraucher in der nächsten Zeit auf eine ganz andere Produktgruppe konzentrieren dürfte: Auf Genussmittel wie Schokolade und Alkohol. "Die Erfahrung bei dramatischen Ereignissen der Vergangenheit wie dem Anschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 zeigt: Die Leute bleiben dann gerne zu Hause und gönnen sich etwas. Deshalb erwarten wir in den nächsten Wochen eine steigenden Nachfrage in diesem Bereich", verriet ein Unternehmenssprecher.

Die Gefahr von Versorgungsengpässen in Deutschland sehen aktuell weder die Handelskonzerne noch die Branchenverbände. Ein Sprecher des Handelsverbandes Deutschland (HDE) betonte: "Bislang sind keine Einschränkungen bei der Warenverfügbarkeit im Handel in Deutschland festzustellen. Die Versorgungslage ist bundesweit normal." (dpa)

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