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Nestlé-Studie: Einkaufswelt voller Widersprüche

Bild: DPA

Frankfurt/Main (dpa) - Die Einkaufswelt deutscher Verbraucher ist nach dem Ergebnis der Nestlé-Studie 2009 voller Widersprüche. Viele träumten vom Einkauf auf dem Wochenmarkt oder auf dem Bauernhof, aber die meisten kauften beim Discounter ein.

Frische und Natürlichkeit sei der Mehrheit wichtig, aber häufig landeten vorgefertigte Mahlzeiten im Einkaufswagen, heißt es in der Studie, die in Frankfurt vorgestellt wurde.

"Selbst gekocht" ist vor allem für viele junge Leute von 16 bis 29 Jahren schon ein erhitztes oder verfeinertes Fertigmenü, wie jeder fünfte Befragte dieser Altersgruppe angab. "Konsumenten würden, wie es scheint, am liebsten in zwei Zeiten leben, essen und einkaufen", bilanzieren die Autoren. Die Gegenwart werde wegen des vielfältigen Angebots geschätzt, in der Vergangenheit seien die Lebensmittel in der Vorstellung der Konsumenten aber einfacher, frischer und natürlicher gewesen.

Für die Studie "So is(s)t Deutschland" wurden nach Angaben von Nestlé Deutschland etwa 4000 Verbraucher zu ihrem Ernährungsverhalten befragt. Analyse und Aufbereitung stammen vom Institut für Demoskopie Allensbach und der Boston Consulting Group.

Den Ergebnissen zufolge hat nur jeder dritte deutsche Verbraucher Spaß am Einkaufen von Lebensmitteln (37 Prozent). Fast 80 Prozent der Befragten gaben an, sie kauften bei Discountern wie Aldi oder Lidl ein, 42 Prozent nannten Wochen- oder Bauernmärkte, 9 Prozent Feinkostgeschäfte. Für 82 Prozent ist Frische besonders wichtig, erst an zweiter Stelle folgt der günstige Preis, den 57 Prozent nannten. Wichtiger als die Art der Herstellung ist den Konsumenten die Herkunft der Ware: 43 Prozent finden es wichtig, dass Lebensmittel aus der Region kommen, 19 Prozent legen Wert auf Bio-Produkte.

"Otto Normalverbraucher" sei weitgehend Geschichte ­ der heutige Lebensmittelkonsument habe viele Gesichter, konstatiert die Studie und stellt dazu sechs sogenannte Einkaufstypen vor: vom "Gewohnheitsshopper", dem eine nicht zu große Auswahl an Produkten, fachkundige Beratung und Wohfühlatmosphäre wichtiger sind als lange Öffnungszeiten oder große Auswahl bis hin zum "Gesundheitsshopper", der eine große Auswahl an frischen Produkten und Ökoware will.

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