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Planen und Bevorraten: Das spart Zeit beim Kochen

Ein stressiger Job, viel um die Ohren, da bleibt keine Zeit für stundenlanges Kochen. Wer gut plant und klug auf Vorrat kauft, muss dennoch nicht auf Fertiggerichte zurückgreifen, erklärt die Ernährungsexpertin Claudia Boss-Teichmann.

Durchdachte Planung und kluge Vorratshaltung helfen dabei, auch bei knapper Zeit selbst zu kochen. Auf fett- oder zuckerhaltige Fertiggerichte müssen Eilige dann nicht zurückzugreifen. "Allein mit schnellen Rezepten ist es nicht getan. Man kann viel Zeit sparen durch gute Vorbereitung", sagt Claudia Boss-Teichmann, Verfasserin des neuen Verbraucherzentrale-Ratgebers "Fix Food. Preiswerte und schnelle Küche". "Fast Food bekommt man überall angeboten. Aber schnelles, vitaminreiches, fett- und zuckerarmes Essen lässt sich genauso gut selbermachen", betont die Expertin.

Zwar koste das Planen und Bevorraten erst einmal Zeit, aber auf Dauer entstehe durch Routine ein Zeitgewinn. Immer auf Vorrat vorhanden sein beziehungsweise regelmäßig nachgefüllt werden sollten häufig verwendete haltbare Lebensmittel, die dem persönlichen Geschmack und Bedarf entsprechen. Zu den leichter verderblichen Vorräten für den Kühlschrank zählen zum Beispiel Eier und Milchprodukte, in der Gefriertruhe können etwa Kräuter, Gemüsesorten, Brotscheiben und Beerenfrüchte eingelagert werden.

Boss-Teichmann rät, sich eine Woche im Voraus Gedanken über die kommenden sieben Tage zu machen. Zu klären sind Fragen wie: Wie viel Zeit werde ich zum Kochen haben? Esse ich viel außer Haus? Muss es dann trotzdem jeden Tag noch eine selbstgekochte warme Mahlzeit sein? Dann überlege man sich, was man essen will und stellt eine Einkaufsliste zusammen. "Größere Einkäufe für Vorräte wie Nudeln, Reis, H-Milch und Konserven sollte man ein- bis zweimal im Monat machen, frisches Obst und Gemüse zweimal in der Woche besorgen", empfiehlt die Autorin.

Frische Zutaten sollten zwar Vorrang haben. Aber maßvoll eingesetzt, seien auch bestimmte, sogenannte Convenience-Produkte eine Hilfe. Dabei kommt es allerdings auf deren Verarbeitungsgrad und deren gesundheitlichen Wert an. Vorziehen sollte man laut Boss-Teichmann Produkte mit möglichst wenig Zutaten und Zusatzstoffen. Das trifft zum Beispiel auf tiefgekühltes Gemüse und Obst ohne weitere Zugaben zu, geputzten Salat aus der Kühltheke, Speckwürfel und Ähnliches.

Wer sich dann noch auf Rezepte mit einer übersichtlichen Anzahl Zutaten und unkomplizierter Zubereitung konzentriert, ist auf gutem Weg, Zeit zu sparen. "Wenn es keine Möglichkeit gibt, übrig gebliebene Portionen einzufrieren, sollte man so kochen, dass man Teile der Mahlzeit nach zwei bis drei Tagen weiter verwenden kann", erläutert die Autorin. Bereitet man an einem Tag die doppelte Menge Kartoffeln oder Nudeln als Beilagen zu, lasse sich aus dem Rest später ein Auflauf oder ein Salat machen.

Literatur:

Verbraucherzentrale: Fix Food. Preiswerte und schnelle Küche. 210 S. Euro 9,90, ISBN-13: 978-3-940580-84-9 (dpa)

Verbraucherzentrale-Ratgeber "Fix Food"

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