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Prostata-Vorsorge nur für bestimmte Patienten sinnvoll

Berlin (dpa/tmn) - Die Prostata-Vorsorgeuntersuchung PSA-Screening ist nur für bestimmte Risikogruppen sinnvoll. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie (AUO) in der Deutschen Krebsgesellschaft in Berlin hin.

Laut einer europäischen Studie sei nur bei Patienten in einem Alter zwischen 55 und 69 Jahren durch ein PSA-Screening die Wahrscheinlichkeit gesenkt worden, an Prostatakrebs zu sterben. Eine Studie aus den USA konnte dagegen keine gesenkte Sterblichkeit durch PSA-Tests feststellen.

Durch die Ergebnisse der beiden Studien werde ein flächendeckendes Screening als Vorsorge gegen Prostatakrebs nicht gerechtfertigt, sagte Prof. Peter Albers, Sprecher der AUO. Vielmehr sollten Risikogruppen identifiziert werden, um unnötige Vorsorgeuntersuchungen zu vermeiden.

Beim PSA-Screening wird die Konzentration des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) im Blut untersucht. Dieses dient als Hinweis auf einen Tumor. Der Test wird bisher von den Krankenkassen nur bei Beschwerden bezahlt. Als freiwillige Früherkennungsuntersuchung (IGeL) kostet er zwischen 25 und 40 Euro.

Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie: www.auo-online.de

Deutsche Krebsgesellschaft: www.krebsgesellschaft.de

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