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Sonnenschutz auch im Frühling nicht vergessen

Weimar (dpa/tmn) - Viele Eltern unterschätzen die Intensität der Frühlingssonne. Doch Kinderhaut ist dünner und empfindlicher als Erwachsenenhaut, und die Pigmentierung noch unzureichend.

Nach dem Winter besitzt die Haut nur geringen Eigenschutz und muss deshalb im Frühling unbedingt vor der Sonne geschützt sein. "Insbesondere die sogenannten Sonnenterrassen wie Ohrmuscheln, Nasenrücken, Wangen und Unterarme erhalten im Frühling häufig zu viel Sonne", warnt Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen. Kinder sollten deshalb eine Kopfbedeckung mit Krempe tragen und mit einer Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor eingecremt sein, wenn sie im Freien unterwegs sind, empfiehlt sie.

Ein effektiver Sonnenschutz kann das Risiko für Hautkrebs im Erwachsenenalter schätzungsweise um mehr als 75 Prozent reduzieren. Als Risikofaktoren gelten neben der Anzahl der Sonnenbrände auch die sich wiederholende kurzzeitige starke Sonnenbestrahlung, wie sie zum Beispiel bei Strandurlauben vorkommt. Nach jedem Sonnenbrand entwickeln sich zirka 40 Pigmentmale. Mehr als 50 Muttermale gelten bereits als Risikofaktor, der das lebenslange Erkrankungsrisiko für schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) um den Faktor 15 erhöht. Da die Haut nichts vergisst, summieren sich die Lichtschäden im Laufe des Lebens. Besonders gefährdet sind Kinder mit heller Haut, mit Sommersprossen, mit roten Haaren und vielen Muttermalen.

"Eltern wie Kinder sollten sich durch Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor nicht in Sicherheit wiegen, denn diese können nicht alle UV-Strahlen abhalten wie sehr langwelliges Licht im UV-A-Bereich von 380 bis 400 Nanometer", warnt Niehaus. In der Mittagssonne sei deshalb ein textiler Sonnenschutz zusätzlich zur Sonnencreme unentbehrlich. Sind Kinder immer wieder starker Sonnenbestrahlung ausgesetzt, steigt die lebenslange Produktion von Pigmentmalen.

Infos vom Verband der Kinder- und Jugendärzte: www.kinderaerzte-im-netz.de

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