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Telefon-Kontakt hilft Patient nach stationärer Reha

Würzburg (dpa/tmn) - Wie erfolgreich ein stationärer Reha-Aufenthalt war, zeigt sich erst im Alltag - wenn der Patient wieder zu Hause ist. Um das in der Klinik Erlernte zu verstetigen, setzen Mediziner zunehmend auf die sogenannte Tele-Reha.

"Das bedeutet, dass verschiedene Medien für die Nachsorge genutzt werden", erklärte der Psychotherapeut Prof. Hermann Faller von der Universität Würzburg anlässlich eines Treffens von Rehabilitationsexperten (9. bis 11. März) in Münster. Das könnten Telefonanrufe, Internet-Foren, Chats oder Mailkontakte sein, sagte der Mediziner.

Vor allem für chronisch Kranke wie Diabetiker und Adipöse sowie Menschen mit Rückenschmerzen oder koronaren Herzerkrankungen bietet sich diese Form der Betreuung an. Denn bei ihnen vollziehe sich der Großteil der Behandlung im Alltag, sagt Faller. Online-Seminare machen zum Beispiel Ernährungs- oder Bewegungsratschläge anschaulicher. Wöchentliche Anrufe der Krankenschwester, die einen Patienten schon in der Klinik betreut hat, helfen, den eigenen Zustand und Fortschritte bei der Genesung besser einordnen zu können. "Die Krankenschwester kann dann auch gegebenenfalls den Hausarzt informieren, damit dieser die Medikamentendosis ändert."

Der Vorteil liegt auf der Hand: "Die Tele-Reha bedeutet kaum Aufwand für die Patienten", sagt Faller. Die Betroffenen müssen nicht aus dem Haus für die Nachsorge, stehen aber zugleich im persönlichen Kontakt mit ihren Betreuern und anderen Patienten. Beim Online-Seminar mit dem Coach aus der Reha-Klinik oder beim Chatten mit der alten Therapiegruppe können sie sich untereinander austauschen. Selbstmanagement und "Empowerment" sind laut Faller die Schlüsselbegriffe der Tele-Reha: Die Patienten seien nach einiger Zeit Experten für den eigenen Gesundheitszustand und wissen mehr über ihre Krankheit.

Die Erfolge der bisherigen Pilotprojekte können sich dem Experten zufolge sehen lassen: Nachsorge-Telefonate einer Reha-Klinik in Norddeutschland haben demnach die kardiovaskulären Risikofaktoren von Herzinfarkt-Patienten gesenkt. Bei einer Gruppe von Menschen mit einer chronischen Herzschwäche aus dem Raum Würzburg war nach einem halben Jahr das Sterblichkeitsrisiko um 40 Prozent reduziert. Und auch Kosten für das Gesundheits- und Rentenversicherungswesen lassen sich sparen: Tele-Reha-Patienten erleiden laut Faller weniger Rückfälle und werden seltener schnell erwerbsunfähig.

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