1. Startseite
  2. Themenwelten
  3. Gesundheit
  4. Wenn Frauen nicht schlafen können

Gesundheit

Anzeige

Wenn Frauen nicht schlafen können

Frauen leiden häufiger an Schlafstörungen als Männer - besonders wenn sie in den Wechseljahren sind. Sinkt der Hormonspiegel mit der Menopause ab, kann das Auswirkungen auf den Schlaf haben. Entscheidend dabei sei das Verhältnis der Hormone Östrogen und Progesteron zueinander, sagte Prof. Christian Krüger vom Universitären Schlafmedizinischen Zentrum Hamburg.

Östrogen wirke unter anderem auf den Teil des Gehirns, das zeitlich bestimmt, wann innere Ruhe einkehrt. Sind die Hormone der Grund für die Schlafstörung, kann laut Krüger eine Hormonersatztherapie helfen. Ist das hormonelle Gleichgewicht gestört, wird außerdem das Stresshormon Cortisol im Körper früher ausgeschüttet. "Das passiert dann vorwiegend in der ersten Nachthälfte oder sogar noch früher", erklärt der Mediziner. Die Betroffene ist anfälliger für Stress - und das noch vor dem Einschlafen.

Stress ist bei Männern wie Frauen eine der häufigsten Ursachen für Schlafstörungen. Leistungsdruck und Belastung im Beruf machen sich auf diese Weise besonders ab dem 40. Lebensjahr bemerkbar. Denn mit steigendem Alter ändert sich der Schlaf: "Er ist weniger tief und störanfälliger", so Prof. Ulrich Voderholzer von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde Berlin. Aber auch psychische Erkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen können die Ursache sein.

Nach einer aktuellen Studie leidet fast jede zweite Frau an Schlafprobleme, bei den Männern ist es nur jeder Vierte. Frauen haben laut Krüger meist eine Durchschlafstörung. Das bedeutet, sie brauchen mindestens eine Viertelstunde zum Einschlafen. Außerdem wachen sie immer wieder auf und liegen eine halbe Stunde oder länger wach.

Entspannungsübungen und bestimmte Rituale vor dem Schlafengehen können helfen. "Auch Baldrian schadet nicht", sagt Krüger. Schlafmedikamente sollten dagegen nur vorübergehend genommen werden. Denn bei dauerhaften Problemen sei es sinnvoller, bestimmte Schlaftechniken zu erlernen. Schlaflabore und -kliniken bieten häufig Kurse an. tmn/rik

Die Intensivpflege-WG in Augsburg-Lechhausen ist auf die spezifischen Bedürfnisse der Betroffenen ausgerichtet.
Anzeige

Intensivpflege-WG Augsburg: Ein gemeinsames Zuhause für Schwerstpflegebedürftige

Die Intensivpflege-WG in Augsburg-Lechhausen ist auf die spezifischen Bedürfnisse der Betroffenen ausgerichtet. Bild Jacqueline Häusler.jpg

Intensivpflege-WG Augsburg: Ein gemeinsames Zuhause für Schwerstpflegebedürftige

Die Intensivpflege-WG in Augsburg-Lechhausen ist auf die spezifischen Bedürfnisse der Betroffenen ausgerichtet.

Das könnte Sie auch interessieren