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Als Bayern und Mönchengladbach die Liga dominierten

Die Bayern führen wie fast immer die Tabelle an, Gladbach liegt auf dem vierten Platz. Doch so war es nicht immer.
Bild: Frank Middendorf, stock.adobe.com

Was der 2. Oktober 1965, der 18. Mai 1974, der 21. Mai 1977, der 24. März 1979 und der 31. Mai 1984 gemeinsam haben? Ein Rückblick auf besondere Begegnungen...

Als Borussia Mönchengladbach am 13. Spieltag der Hinrunde die Bayern empfing, da fühlte sich das fast ein wenig wie in den 1970er-Jahren an, als die Mannschaften aus West- und Süddeutschland die Liga dominierten. Die Fohlen trafen als Tabellenführer auf den FCB, der mit vier Punkten weniger auf dem vierten Platz lag. Sozusagen standesgemäß siegten die Gastgeber mit 2:1, München fiel – man glaubt es kaum – auf Rang sieben zurück.

Mittlerweile ergibt der Blick auf die Tabelle wieder das gewohnte Bild: Die Bayern führen wie fast immer die Tabelle an, Gladbach liegt auf dem vierten Platz. Wenn der Bundesliga-Klassiker am Samstag, 13. Juni, zum 104. Mal über die Bühne geht, dann wäre alles andere als ein Sieg für die Bayern eine faustdicke Überraschung.

Besondere Begegnungen zwischen dem FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach

Wir blicken auf einige besondere Begegnungen in der Vergangenheit zurück.

2. Oktober 1965: Die Premiere der beiden Klubs im Oberhaus. Die Bayern und Mönchengladbach spielten als Aufsteiger erstmals in der Bundesliga. Das erste Tor erzielte der 21-jährige Günter Netzer, doch am Ende hatten die Gäste aus Süddeutschland die Nase vorne und siegten mit 2:1. Nach 34 Spieltagen setzte der FCB als Tabellenvierter ein Ausrufezeichen in der Liga.

18. Mai 1974: Keine der bisher 103 Begegnungen ließen die Bayern lockerer angehen als dieses Saisonfinale. Bereits eine Woche zuvor hatten sich die Münchner die Meisterschaft gesichert, weil Verfolger Mönchengladbach beim 0:1 in Düsseldorf Nerven gezeigt hatte. Am Mittwoch stand dann das Finale um den Europapokal der Landesmeister gegen Atlético Madrid an, das in Brüssel nach Verlängerung mit einem Unentschieden endete und zwei Tage später – an einem Freitag – wiederholt wurde. Die Bayern konnten es mit 4:0 für sich entscheiden, feierten die Nacht durch, standen am Samstagnachmittag im Bökelberg-Stadion auf dem Rasen – und gingen mit 0:5 unter. „Wir haben auf der Trainerbank bei jedem Tor nur noch gelacht“, so der damalige Bayern-Trainer Udo Lattek später.

21. Mai 1977: Wieder ein Saisonfinale. Diesmal ging eine Ära zu Ende, der Kaiser dankte ab. Die Borussia lag lange in Führung, erst in der Nachspielzeit kam Bayern durch ein Eigentor zum Ausgleich. Mönchengladbach – nun unter Trainer Lattek – reichte ein Punkt, um die fünfte Meisterschaft einzufahren. Das letzte Jahr im Bayern-Trikot endete für Franz Beckenbauer enttäuschend auf dem siebten Platz.

24. März 1979: So erfolgreich die 1970er-Jahre für die beiden Vereine waren, so ernüchternd endeten sie. Die Spielzeit 1978/99 beendeten die Bayern als Vierter, Gladbach wurde nur Zehnter. In die Saison fiel der bisher höchste Sieg – mit 7:2 gewannen die Süddeutschen im Westen der Republik, drei Tore erzielte Karl-Heinz Rummenigge.

31. Mai 1984: So stellt man sich ein Pokalfinale vor: Das erste von bisher sieben Pokal-Duellen, die samt und sonders die Bayern für sich entscheiden konnten, fand im Frankfurter Waldstadion statt. Nach 90 Minuten stand es 1:1, auch die Verlängerung brachte keine Entscheidung. Im Elfmeterschießen scheiterte dann unter anderem Lothar Matthäus, der pikanterweise zur folgenden Saison zu den Bayern wechselte. Letztendlich gewannen die Bayern mit 7:6.

Immer griffbereit: Die Hutsammlung in Bischof Bertrams Garderobe.
Bertram Meier

Wie lebt Bischof Bertram eigentlich?

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