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Clusterfeeding
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Warum abendliches Dauerstillen ganz normal ist

Hunger ohne Ende? In den ersten Wochen sind gelegentliche Still-Marathons ganz normal - Eltern müssen sich deswegen keine Sorgen machen.
Foto: Uwe Anspach/dpa-tmn

Gefühlt hängt das Baby seit Stunden an der Brust. In den ersten Wochen ist das für Mütter oft Realität - und sehr wichtig für die Milchbildung. Die gute Nachricht: Der Still-Marathon geht vorbei.

Stillen ist wichtig und gut, aber auch enorm kräftezehrend. Vor allem dann, wenn das Baby plötzlich stündlich oder halbstündlich an der Brust trinken möchte. Viele Frauen sorgen sich dann, dass die Muttermilch nicht reicht.

Die Häufung der Stillmahlzeiten - das sogenannte Clusterfeeding - ist aber kein Grund zur Sorge: "Es ist normal, wenn in den ersten Lebenstagen oder -wochen das Baby eine Art Mehr-Gänge-Menü über mehrere Stunden einfordert", sagt Maria Flothkötter, Leiterin des Netzwerks Gesund ins Leben.

Die Milchbildung passe sich individuell an und spiele sich so ein. Es sei wichtig, dass Eltern dieses Saugverhalten richtig einordnen. Clusterfeeding tritt überwiegend abends auf, in den ersten Lebenswochen des Babys, meist bei Wachstumsschüben. Erstmals kann es zwischen dem zweiten und vierten Lebenstag vorkommen, wenn sich die Milchbildung verändert. Das abendliche Dauerstillen ist eine Phase, die von alleine vorübergeht.

Stillen unterliegt ganz individuellen Bedingungen, so dass jedes Mutter-Kind-Paar seinen eigenen Rhythmus finden muss. Frauen sollten sich deshalb nicht von Aussagen wie "alle x Stunden stillen" verrückt machen lassen. Das Stillen nach Bedarf ist das wichtigste Mittel, um die Milchbildung auf den Säugling abzustimmen.

© dpa-infocom, dpa:200827-99-328771/2 (dpa)

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