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Den Abschied richtig verarbeiten

Den Tod nahestehender Personen zu bewältigen, ist niemals leicht. ZumLebensende jedoch nehmen Menschen einen solchen Verlust noch stärkerwahr.

Den Tod nahestehender Personen zu bewältigen, ist niemals leicht. Zum Lebensende jedoch nehmen Menschen einen solchen Verlust noch stärker wahr. "Ältere Menschen trauern anders als jüngere", sagt Prof. Heinz Jürgen Kaiser vom Institut für Psychogerontologie der Universität Erlangen.

"Ihr soziales Netzwerk wird dünner. Sie müssen häufiger Abschied nehmen von Weggefährten und erfahren hautnah, was der Herbst des Lebens bedeutet." Doch Trauern ist keine Krankheit - nur wenn man sich nicht damit beschäftigt, kann sie krank machen.

Dass die Situation für Senioren eine besondere ist, sieht auch Petra Rechenberg-Winter so, die als Diplom-Pädagogin und Psychotherapeutin im Münchener Institut für Trauerpädagogik arbeitet. Das M.I.T. gibt Fortbildungen für Bestatter, Trauerbegleiter, Seelsorger und Mediziner. Dabei wird auch die Trauer älterer Menschen behandelt: "Oft wollen sie keinem zur Last fallen - aber jeder von uns braucht ein Gegenüber, sonst geraten wir schnell in die Desorientierung."

"Wir sind heute die Krisenagenten Nummer eins", sagt Peter Kracheletz. Er ist in der dritten Generation Bestatter, im Nebenberuf Diakon, und leistet auf Wunsch Trauerbegleitung in allen Phasen. Über den Geschäftsräumen richtete er eine Begegnungsstätte ein und gründete zusammen mit einem Pfarrer eine Selbsthilfegruppe für Trauernde.

In die Selbsthilfegruppe

Die Teilnahme ist kostenlos. Die Zeitspanne, die Witwer und Witwen in der Selbsthilfegruppe verbringen, ist sehr unterschiedlich. Das Bedürfnis nach Begleitung in der Trauerzeit sei so verschieden wie die Trauer, so Kracheletz. Manche kommen viele Jahre.

Um etwas Praktisches und zugleich Sinnliches geht es bei dem zweitägigen Seminar "Kochen mit Trauernden" der Trauerakademie Fritz Roth in Bergisch Gladbach. "Trauer hat auch mit Liebe zu tun, und Liebe geht durch den Magen", beschreibt Fritz Roth seinen Ansatz. Oft haben Witwen und Witwer keine Lust, für sich allein zu kochen. Zugleich vermissen sie das Ritual der gemeinsamen Mahlzeit. "Ich möchte sie aus der Passivität herausholen und ihre Lebensfreude wecken durch ein Gemeinschaftserlebnis." tmn

Familie Huber bietet mit Bestattungsdienst, Steinmetzbetrieb und Gärtnerei alles für einen pietätvollen Abschied.
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