Leben & Freizeit

Anzeige

Engagement statt Ruhestand

Einen Wertewandel stellt eine Studie fest bei den „Neuen Alten“: „Der Sinnfaktor ist für sie genauso wichtig wie der Spaßfaktor für die Jüngeren.“
Bild: Deutsche Stiftungsagentur, supress
8195545_6839780.jpg

Stammtisch und Kaffeekränzchen sind out – Unternehmungslust und vielfältige Aktivitäten stehen auf der Tagesordnung:

Die heutigen Ruheständler suchen nach Aufgaben und Zielsetzungen, bei denen die Lebenserfahrung eine ebenso große Rolle spielt wie der Erhalt geistiger Fitness und sozialer Kontakte. „In einer Gesellschaft des langen Lebens bekommt das Leben im Alter eine neue Qualität und wird zur großen persönlichen Herausforderung, wenn man sie als Zukunftschance versteht und zu nutzen weiß“, so das Fazit einer aktuellen Forschungsstudie zu den Wünschen und Visionen der so genannten Generation 50plus.

Sinnfaktor und Spaßfaktor

 Horst Opaschowski, der wissenschaftliche Leiter der BAT Stiftung für Zukunftsfragen, die diese Studie durchführte, stellt einen Wertewandel bei den „Neuen Alten“ fest: „Der Sinnfaktor ist für sie genauso wichtig wie der Spaßfaktor für die Jüngeren.“ Eindrucksvoll bestätigt wird dies durch die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der befragten Über-50-Jährigen als „Wunschvorstellung“ fürs Alter ein ehrenamtliches Engagement nennt.

In den Dienst einer guten Sache

Sich in den Dienst einer guten Sache zu stellen und die neu gewonnene Zeit nach dem Berufsleben für eine gemeinnützige Aufgabenstellung zu nutzen – diese Ziele sind auch der Grund für die kontinuierlich wachsende Zahl von Stiftungsneugründungen.

Zielsetzungen

Man muss kein Millionär sein, sondern kann auch mit einem überschaubaren Startkapital den Grundstock für eine Stiftung legen, beispielsweise mit sozialen, kulturellen oder wissenschaftlichen Zielsetzungen. Für die neue Senioren-Generation, die ihren Ruhestand keinesfalls im Schaukelstuhl verbringen möchte, ergeben sich hier vielfältige Betätigungs-Chancen.

Dienstleister

Private Stifter, denen ein Dienstleister organisatorische Aufgaben abnimmt, können sich ganz auf die Umsetzung des Stiftungszwecks konzentrieren – und damit dem eigenen Ruhestand langfristig mehr Inhalt und Sinn verleihen. Für Wohltätigkeit bzw. ehrenamtliches Engagement gibt es nämlich keine Altersgrenze. „Wenn es gelingt, Nähe zu anderen zu finden, sich mit ihnen auf gemeinsame Projekte zu verständigen, blüht man auf. Sinnstiftende, tagesstrukturierende Aufgaben sind lebenserhaltend“, so unterstreicht Henning Scherf, der ehemalige Bremer Bürgermeister, die Notwendigkeit, im Alter noch Träume zu haben und sie auch zu verwirklichen: „Denn dann kann das Leben nach langer Berufstätigkeit noch einmal richtig schön werden.“

Spezialisierte Institutionen

Die Formalien einer Stiftungsgründung und je nach Bedarf auch Teile der künftigen Verwaltungspflichten können an spezialisierte Dienstleistungs-Institutionen wie die Deutsche Stiftungsagentur abgegeben werden (Deutsche Stiftungsagentur, Gut Gnadental, Nixhütter Weg 85, 41468 Neuss, Tel: 0 21 31/66 22 221, Fax: 0 21 31/66 22 225, www.stiftungsagentur.de bzw. www.stiftungskooperation.de). sup

Lesen Sie dazu auch
Steinmetz_Huber-6.jpg
Rat+Hilfe im Trauerfall

Ein persönlicher Abschied

ad__pluspaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live, aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Plus+ Paket ansehen